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Sportkomplex
Letschins "Olympia-Stadion"-Bau geht in nächste Runde

Im Bereich der künftigen Weitsprung- und Kugelstoßanlagen: Pit-Leonard Schötz, Mitarbeiter der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau-Firma Schmitt aus Groß Köris, beim Einbau von Borden auf dem neuen Sportkomplex in Letschin
Im Bereich der künftigen Weitsprung- und Kugelstoßanlagen: Pit-Leonard Schötz, Mitarbeiter der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau-Firma Schmitt aus Groß Köris, beim Einbau von Borden auf dem neuen Sportkomplex in Letschin © Foto: Anett Zimmermann
Anett Zimmermann / 22.01.2020, 21:21 Uhr
Letschin (MOZ) Ute Büttner von der Bauverwaltung ist an diesem Vormittag zu weiteren Absprachen mit Planer Andreas Kluge und Firmenvertretern im Letschiner Sportzentrum verabredet. Hausmeister Rainer Steinicke will gerade eine Tür zum Vereinsraum mit Beton unterfüttern. Und auf den Außenanlagen sind mehrere Mitarbeiter der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau-Firma Schmitt aus Groß Köris tätig.

Im Bereich des Anlaufs für den Weitsprung stellen sie unter anderem die Rückenstützen für die Bordsteine her. Dahinter ist die künftige Kugelstoßanlage zu erahnen. Auch das Stadionrund ist bereits zu erkennen, aber mit dem Belag der Laufbahn sei ein anderes Unternehmen beauftragt, heißt es. Dennoch haben die Männer der Firma Schmitt auch in den nächsten Monaten in Letschin zu tun.

Geht es nach Bürgermeister Michael Böttcher sollen die Sportstätten bis zum 26. Juni fertiggestellt sein. Vorgesehen sei dann die Einweihung unter dem Motto "Letschin sagt danke", und tags darauf – nach einem Jahr Pause – das große Sportfest der Gemeinde, das von mehreren Vereinen und auch vom Unternehmerstammtisch getragen wird. Böttcher, selbst Vorsitzender von Grün-Weiß Letschin 1922, freut sich unter anderem auf den Staffelwettbewerb, den zuletzt der Sportverein 90 Sankt Georg aus Hecklingen (Sachsen-Anhalt) für sich entschieden hatte. "Wir sind dabei, das Programm für die beiden Tage vorzubereiten und haben zum Beispiel bereits die Oderbruchmusikanten für einen zünftigen Frühschoppen gebunden."

Dank des milden Winters komme man im Außenbereich weiter voran, auch wenn einige Flächen noch abtrocknen müssen. Zurzeit laufen vorbereitende Arbeiten für Laufbahn und Bewässerung, Tribünenbau und die Schulsportanlagen, darunter Weitsprung- und Kugelstoßanlage sowie Volleyballplatz. Auch der Innenausbau des Vereinsteils werde fortgesetzt. "Elektro, Wasser, Heizung", zählt der Bürgermeister auf. In dem bereits bestehenden Anbau seien künftig ein Vereinsraum und ein Billardraum sowie Umkleiden und ein Geräteraum untergebracht. Darüber hinaus gebe es noch einen Neubauteil, den die Gemeinde ohne Fördermittel finanziere. Dafür, so Michael Böttcher, laufe derzeit die Ausschreibung für die Elektroinstallation. Das gelte auch für die Schulsportgeräte.

Wenn er über die Außenanlagen berichtet, spricht er immer wieder auch vom "Olympiastadion des Oderbruchs". Nicht ohne Grund. Schließlich gibt es Wettbewerbe wie "Jugend trainiert für Olympia". Zudem erhofft er sich vom neuen Sportkomplex einen Aufschwung sowohl für den Schul- als auch Vereinssport. Über Arbeitsgemeinschaften an der Theodor-Fontane-Schule könnten zum Beispiel Mannschaften aufgebaut werden.

Dass sich Lehrer und Schüler nach dem Ende des Sportunterrichts in den Ausweichquartieren in der Alten Schule in Letschin und in Neuhardenberg sehnen, kann Böttcher nachvollziehen. Aber damit sei eine gute Lösung gefunden worden. "Dadurch kann hintereinanderweg gebaut werden", erklärt er und gibt zu bedenken, dass man für die Umsetzung des Vorhabens bis Ende 2021 Zeit habe. "Dass wir schon soweit sind, ist ein Riesenverdienst der Planer und am Bau Beteiligten."

Nach dem unvorhersehbaren Wasserschaden in der Turnhalle hofft nicht nur er auf ein baldiges grünes Licht durch die Versicherung. "Die Halle soll bis Juni ebenfalls fertig werden", macht Michael Böttcher deutlich. Anfang der 1990er-Jahre seien PVC-Rohre in den einstigen Heizungsschächten verlegt worden, die im Laufe der Zeit porös geworden sind. Dadurch sei Wasser ausgetreten und habe lange unbemerkt den Hallenboden beschädigt. "Als Sofortmaßnahme wurden alle Leitungen außerhalb des Gebäudes beziehungsweise über dem Boden verlegt."

Die Eröffnungsfeier des Sportkomplexes könnte letztlich auch die Generalprobe für das 2022 anstehende 100-jährige Jubiläum von Grün-Weiß werden. Der Verein zähle, so Böttcher, sieben Abteilungen, darunter Floorball. Die Mitgliederzahl liegt bei etwa 250. Und im Dezember dieses Jahres soll natürlich schon das 25. Fußball-Hallenturnier um den Oderbruchpokal ausgetragen werden.

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