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Forscher-Füchse untersuchen Krabbel-Tiere

Keine Angst vor Krabbeltieren: Erzieherin Lydia Schwarz und Peppa (5) schauen sich Riesen-Tausendfüßler an.
Keine Angst vor Krabbeltieren: Erzieherin Lydia Schwarz und Peppa (5) schauen sich Riesen-Tausendfüßler an. © Foto: Bettina Winkler
Bettina Winkler / 23.01.2020, 08:00 Uhr
Heinersdorf (MOZ) Afrikanische Riesen-Tausendfüßler, Schaben aus Madagaskar, Riesenschnecken und die Bartagame Ruby bevölkern die Terrarien in der Heinersdorfer Kita  "Pfiffige Kobolde". Peppa hat keine Berührungsängste mit den Krabbeltieren. Die Fünfjährige nimmt sogar den Tausendfüßler in die Hand, während Lilly (5) lieber einen gebührenden Abstand hält.

"Forschen und Experimentieren ist im Alltag integriert", sagt Erzieherin Lydia Schwarz, die sich seit mehreren Wochen mit Vorschulkindern auch mit dem menschlichen Körper beschäftigt. Die Jungen und Mädchen lernen das Skelett kennen. Dafür wurden sogar Röntgenbilder betrachtet. In spielerischer Weise erfahren die Kinder, wie Muskeln, Sehnen und Nerven funktionieren. Auf einem Tisch sind Schädel von Reh, Nutria und Falke sowie verschiedene Geweihe, die sie beim Spaziergang im Wald gefunden haben, aufgereiht. Auch Nashornkäfer, die auf dem  Spielplatz vorkommen, sind darunter.

Schon seit 2012 ist die Heinersdorfer Kita zertifiziertes "Haus der kleinen Forscher". Ein neues Förderprogramm für Kitas mit "MINT"-Perspektive hat die Dr.-Hans-Riegel-Stiftung mit den "Forscher-Füchsen"  ins Leben gerufen. Dabei sollen Kitas in den Bereichen der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik weiter gestärkt werden. "Dort haben wir uns mit unseren Ideen und Visionen beworben", erzählt Lydia Schwarz. Bei 100 Bewerbern bundesweit landeten die Heinersdorfer unter den 20 Finalisten und wurden im November zur Preisverleihung eingeladen. Die ersten fünf Platzierten konnten sich über eine Förderung von je 10 000 Euro über drei Jahre freuen. Die Heinersdorfer erhielten einen Scheck über 500 Euro. "Darauf sind wir als kleine Einrichtung im ländlichen Raum natürlich stolz", so Lydia Schwarz. Für das Geld wird ein mobiler Forschungswagen angeschafft.

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