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Altersgerechtes Leben in der Zauche
Die Herzenswünsche der Brücker Senioren

red / 24.01.2020, 10:31 Uhr
Brück Der Seniorenbeirat der Stadt Brück wünscht allen Einwohnern ein glückliches und friedvolles Jahr 2020 und verbindet seine Neujahrsgrüße mit eigenen Herzenswünschen zur weiteren Ausgestaltung von altersgerechtem Leben in der Zauchestadt.

Neben den bereits bestehenden Brücker Angeboten der Arbeiterwohlfahrt (AWO), wie die Tagespflege im Mehrgenerationenhaus und der AWO-Ortsgruppentreff, steht vor allem die Umsetzung des bereits in den vergangenen sechs Jahren geplanten Pflegeheimbaus  im Vordergrund der Bemühungen von  Margarete Günther. Sie ist die Vorsitzende des Seniorenbeirats, der die Interessen der Senioren der Stadt Brück vertritt. Er hat eine beratende Stimme in den Ausschüssen der Stadt sowie in der Stadtverordnetenversammlung zu allen Themen der Altersgerechtigkeit. Das Gremium besteht aus sieben Mitgliedern und trifft sich einmal monatlich.

Nachdem sich die AWO mit seinem Bezirksverband Potsdam als potentieller Investor im Sommer 2019 endgültig aus den Planungen des Pflegeheimneubaus zurückgezogen hat, hält die Stadt Brück weiterhin an dem Projekt fest. Unterstützung gibt es sowohl vom Bürgermeister Matthias Schimanowski, als auch vom Amtsdirektor Marko Köhler. Gemeinsam wird auch weiterhin dafür geworben, dass der Standort rückseitig zur bereits bestehenden AWO-Wohnanlage "Brücker Herz" an der Ernst-Thälmann-Straße mit seniorengerechten Wohnungen bebaut wird.

Derzeit laufen die Gespräche zwischen einem neuen Investor und den Eigentümern der betroffenen Grundstücke sowie der Stadt. Nach neuen Lösungen für die Verkaufsmodalitäten wird gesucht. Die Abstimmung des Bebauungsplanes mit Behörden und Trägern öffentlicher Belange ist bereits erfolgreich abgeschlossen und der B-Plan für das Gelände ist seit dem 12.09.2016 rechtskräftig. Offen ist weiterhin die Frage, wann und wer die Visionen des Pflegeheims nun in die Tat umsetzt.

In den bisherigen Planungen sind 60 Plätze zur Altenpflege angedacht, die Investitionen wurden auf rund 8 Millionen Euro veranschlagt. Ein dreigeschossiger Winkelbau ist vorgesehen, welcher die Wohnanlage "Brücker Herz" ergänzen soll. Der visionierte Neubau mit 3.300 Quadratmetern Grundfläche und 2.800 Quadratmetern Nutzfläche sieht  ausschließlich Einzelzimmer vor, vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss. Eine Küche und Personalräume würden im Erdgeschoss Platz finden.  Rund 30 neue Arbeitsplätze im Bereich Pflege, Verwaltung und Küche könnten durch das Seniorenheim geschaffen werden.

Der Bedarf für altersgerechten Wohnraum ist groß. Verstärkt gibt es Anfragen von Menschen, denen das eigene Haus im ländlichen Raum zu groß wird oder die dem Alleinsein entgegen wirken wollen. Zudem könnte mit dem neuen Heim im Zentrum der Stadt dem Wegzug der Senioren aus dem Amtsbereich entgegengewirkt werden. Vergleichbare Versorgung und Infrastrukturangebote im Bereich Altenpflege können aktuell nur Treuenbrietzen, Bad Belzig oder Lehnin genutzt werden.

Weitere Herzensprojekte des Seniorenbeirats ist ein Mehrgenerationenspielplatz vor dem Brücker Pavillon, Impulse für die Möglichkeit einer anonymen Bestattung im Amtsbereich Brück, der Ausbau des Mehrgenerationenhauses mit einem Begegnungscafé auf dem Gelände der "Alten Korbmacherei" sowie die Installation eines Zebrastreifens zum sicheren Übergang der Ernst-Thälmann-Straße.

Um all diesen Vorhaben auch weiterhin Nachdruck zu verleihen, freut sich der Seniorenbeirat über weitere Mitstreiter. Treffen finden monatlich dienstags  um 8.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus statt. Interessenten können sich gern an Margarete Günther unter 033844/50 442 wenden.

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