Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Hohenzollern
Einigung im Rechtsstreit um Burg Rheinfels

ARCHIV - 16.08.2017, Baden-Württemberg, Hechingen: Prinz Georg Friedrich von Preußen steht auf der Burg Hohenzollern bei Hechingen. (zur dpa-Berichterstattung  über die Verhandlungen von Bund, Brandenburg und Berlin mit der Familie der Hohenzollern am 27.12.2019) Foto: Patrick Seeger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
ARCHIV - 16.08.2017, Baden-Württemberg, Hechingen: Prinz Georg Friedrich von Preußen steht auf der Burg Hohenzollern bei Hechingen. (zur dpa-Berichterstattung über die Verhandlungen von Bund, Brandenburg und Berlin mit der Familie der Hohenzollern am 27.12.2019) Foto: Patrick Seeger/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ © Foto: Patrick Seeger
dpa / 29.01.2020, 07:02 Uhr
St. Goar/Potsdam (dpa) Im langen Rechtsstreit zwischen dem Chef des Hauses Hohenzollern und der Stadt St. Goar um die Burg Rheinfels gibt es laut einem Rechtsanwalt eine außergerichtliche Einigung. Auch die weiteren Beteiligten - das Land Rheinland-Pfalz und das Luxushotel neben der Burgruine - hätten zugestimmt. Das teilten der Verhandlungsführer von Georg Friedrich Prinz von Preußen, Jürgen Aretz, und der Bürgermeister von St. Goar am Rhein, Falko Hönisch (SPD), nach Auskunft des Hohenzollern-Anwalts Markus Hennig am Dienstagabend mit.

Demnach erkennt das Haus Hohenzollern die Eigentumsrechte der Stadt St. Goar an der schräg gegenüber dem Loreley-Felsen hoch über dem Rhein thronenden Burg Rheinfels unwiderruflich an. Die Kleinstadt werde künftig eng mit der gemeinnützigen Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung zusammenarbeiten, die sozial benachteiligte Jugendliche fördere.

Georg Friedrich Prinz von Preußen, in Potsdam lebender Ururenkel des letzten deutschen Kaisers, hatte den Rechtsstreit um die Burg vor dem Landgericht Koblenz in erster Instanz verloren und zunächst Berufung eingelegt.

Die Burgruine war seit dem 19. Jahrhundert im Besitz der Hohenzollern gewesen. 1924 wurde die Stadt St. Goar Eigentümerin, mit der Auflage, das Gemäuer nicht zu verkaufen. 1998 schloss sie mit dem Hotel neben der Burgruine einen Erbpachtvertrag für 99 Jahre - mit der Option auf eine ebenso lange Verlängerung. Der Hohenzollern-Chef betonte im Prozess, dieser Vertrag komme einem untersagten Verkauf gleich. Das Landgericht folgte dieser Argumentation nicht.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG