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Einst und Jetzt in Strodehne
Dorfkirche dicht an der Havel

Peter Wittstock / 07.02.2020, 07:15 Uhr
Strodehne "Kirche in Strodehne" - So titelte vor einem Jahrhundert der Erfurter Ansichtskartenverlag Zimmaß seine Schwarz-Weiß-Fotokarte aus dem Haveldorf.  Auf seiner höchsten Ebene, die allgemein "Backofenberg" genannt wird, steht dieser Bau - lediglich 50 Meter vom Fluss entfernt. Nur die dortige Wiese trennen Havel und Kirche. Das sakrale Objekt gehört zu den sieben geschützten Denkmalen des 1378  erstmals erwähnten Ortes, der sich sozusagen in "Kleindorf" und "Großdorf" unterteilt. Wobei das Kleindorf ursprünglich von slawischstämmigen Menschen bewohnt wurde. Das ist archäologisch bereits für das 9./10. Jahrhundert belegt.

Wie lange es Strodehne als Ort mit dem Namen schon vor 1378 gab, ist unbekannt. Ebenso weiß niemand zu sagen, wann der Vorgängerbau entstand, auf dessen Fundamenten die heutige Kirche steht. Gewiss ist aber, dass das vormalige Bauwerk 1640 niedergebrannt worden war. Brandstifter sollen schwedische Truppen gewesen sein. Der Dreißigjährige Krieg sollte noch bis 1648 dauern. Die klammen Dorfbewohner errichteten eine neue Kirche aus Holz, die aber wegen der Nähe zur Havel bald baufällig wurde. 1701/02 folgte ein weiterer Neubau, der 1789 ein Opfer der Flammen wurde. Darüber wird auf www.strodehne.de berichtet. Ferner ist dort zu lesen, dass 1794 ein Bau aus  Steinen folgte. Davon blieb nur der Turm übrig. Seine gegenwärtige neoromanische Gestalt aus Backstein erhielt das Gotteshaus in den Jahren 1902/03.

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