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Weitereinwicklung des Amts
Wusterwitzer Gemeindevertreter diskutieren Pläne und Baumaßnahmen

Schon die kleinsten Kitakinder wollten beim Anbau ihres "Schwanennests" mithelfen und griffen zur Schaufel. Mittlerweile ist der Anbau realisiert und bietet den Kindern mehr Platz.
Schon die kleinsten Kitakinder wollten beim Anbau ihres "Schwanennests" mithelfen und griffen zur Schaufel. Mittlerweile ist der Anbau realisiert und bietet den Kindern mehr Platz. © Foto: Archiv Alexandra Gebhardt
BRAWO / 24.02.2020, 11:30 Uhr - Aktualisiert 02.03.2020, 13:06
Wusterwitz (pet) Amtsdirektor Dr. Dominik Lück hat bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung in der vollbesetzten Kulturscheune über geplante Baumaßnahmen in Wusterwitz informiert.

Danach wird gerade geprüft, ob eine Erweiterung der erst vor einigen Jahren neu sanierten Gaststätte am See genehmigungsfähig ist. Zu einem von Gemeindevertretern gewünschten Sporthallenanbau wünscht er sich weitere Infos. Das Thema könnte im Bauausschuss diskutiert werden, schlägt Lück vor. Für die beim Landkreis über das Kreisentwicklungsbudget beantragte Erneuerung des Hallenfußbodens liegt bisher kein Bescheid vor.

Für einen Umbau bzw. Neubau einer Sanitäranlage am Sattelplatz, die u.a. von den Kanuten des SV Blau Weiß Wusterwitz genutzt werden sollen, sollen Gelder im Haushalt 2020 eingestellt werden. 2019 waren für Planungsleistungen 5.000 Euro eingeplant worden, die nicht abgerufen wurden. Neubauten werden in diesem Bereich allerdings schwierig, weil es sich Dr. Lück zufolge um Außenbereich handelt, für den das Baurecht höhere Hürden auferlegt.

Für die Erneuerung der in der Region einzigartigen Uferpromenade fehlt bisher noch die Finanzierung. Das Amt hat zwar 2019 rund 50.000 Euro für Straßen- und Wegeinstandsetzung im Haushalt eingeplant, aber die reichen nicht für einen nötigen Neubau der Promenade – selbst wenn die alten Pflastersteine wiederverwendet werden würden. Alleine ein erster Bauabschnitt wäre mit ca. 60.000 Euro zu veranschlagen, sagt der Sachbearbeiter des Bauamtes, Peter Krumrey.

Krumrey beziffert die Kosten für den Kitaanbau inklusive Umbauten im alten Bestand außerdem auf rund 530.000 Euro. Die Einrichtung hat im Altbestand eine Betriebserlaubnis für 135 Kinder und eine Sondererlaubnis für 155 Kinder, die erloschen wäre, wenn kein Anbau errichtet worden wäre. Mit dem An- und Umbau hat die Einrichtung jetzt 164 Plätze. In der Kita "Schwanennest" müssen nun noch die Außenanlagen fertiggestellt und ein Sonnenschutz errichtet werden. Außerdem ist im Gespräch, die Vorschulgruppe mit ca. 30 Kindern künftig im Schulgebäude unterzubringen.

Es seien Mehrkosten beim Kitaanbau gegenüber den Planungen von ca. 8.000 Euro aufgelaufen, so Krumrey. Kritiker hatten der vom Amtsausschuss abgewählten Amtsdirektorin Ramona Mayer vorgeworfen, die Mehrkosten würden sich auf ca. 200.000 Euro belaufen. Wie es zu dieser Fehleinschätzung kommen konnte, konnte Bürgermeister Frank Geue an diesem Abend nicht aufklären. Gegen den 58-Jährigen läuft ein Abwahlbegehren, dessen erster Anlauf zwar die nötigen Unterschriften brachte, aber von der Gemeindevertretung mit knapper Mehrheit abgelehnt wurde.  Daher läuft nun eine zweite Unterschriftensammlung der Bürgerinitiative, die bis Ende Februar abgeschlossen werden soll.

Der ehemalige Wusterwitzer Schulleiter Frank Gericke kritisierte in der Einwohnerfragestunde, dass von einigen Gemeindevertretern und dem Bürgermeister von einem Stillstand in den letzten Jahren in Wusterwitz die Rede sei. Tatsächlich sei aber viel geschaffen worden, auch in der Wilhelm-Götze-Grundschule, betonte Gericke, demzufolge das Schulkonzept im Landkreis als "Leuchtturm für die Bildungslandschaft" in Potsdam-Mittelmark gesehen wird.

Handlungsbedarf besteht in der Schule allerdings laut Schulleiterin Heike Ohsmann beim Lärmschutz. Der Lärmschutzpegel werde an vielen Stellen deutlich überschritten und gefährde die Gesundheit von Schülern und Lehrern.  Verständigt haben sich die Wusterwitzer Abgeordneten auf einen Grundstücksverkauf neben der Schule. Ein Schönefelder Investor, der 160.000 Euro für das 5.009 Quadratmeter große Areal bezahlt, will hier einen Seniorenwohnanlage mit 24 altersgerechten Mietwohnungen und eine Tagespflege errichten.

Nicht beschlossen wurde indes eine Erhöhung der Aufwandsentschädigung für Bürgermeister und Gemeindevertreter. Hier kam es bei je 8 Ja- und Neinstimmen sowie einer Enthaltung zu einem Patt. Der Beschluss bekam somit nicht die nötige Mehrheit.

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