Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Einst und jetzt in Nennhausen
"Zur guten Quelle" heute ein toter Ort

Peter Wittstock / 28.02.2020, 08:00 Uhr
Nennhausen "Zur guten Quelle" steht auf der mehr als 100 Jahre alten Ansichtskarte aus Nennhausen, für die einst L. Rackwitz aus Rathenow den Gasthof von Inhaber Franz Wernicke fotografierte. Später wurde die Einrichtung, die über einen Saal verfügte, von Wilhelm Woltersdorf geführt. In der DDR-Zeit hatte man das Objekt zur "Konsum-Gaststätte" umbenannt. In dieser wurde seit 1955 viel für die Kultur getan, woran maßgeblich Musiklehrer Erich Eippert seinen Anteil hatte.

Da die mittlerweile zu klein gewordene Dorfschule nach 1945 ins Schloss zog, mussten Alternativen her, um beispielsweise mit dem 1947 gegründeten und später oft ausgezeichneten Chor zu proben. Ab 1955 übten im Saal und in den beiden Nebenräumen nicht nur die stimmgewaltigen Nennhauser Sangesfreunde.  Die Einwohner sprachen damals vom "Kulturhaus", weil neben dem Chor eine Zupfergruppe, ein Bläser-Ensemble sowie eine Tanzgruppe existierten, die in der Konsum-Gaststätte proben konnten. Nach Schulneubau 1959, als die Räume im Schloss wieder  frei gezogen wurden, kam das "Kulturhaus" dorthin.  Im Schloss bot sich mehr Platz für Klubräume und einen Kammermusiksaal. Das Schloss beherbergte ferner unter anderem den Rat der Gemeinde, eine Sparkassenfiliale, Kindereinrichtungen und eine Gemeindebibliothek.  Der ehemalige Gasthof blieb derweil eine über Nennhausen hinaus beliebte Tanzgaststätte. Daran erinnert heute nichts mehr.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG