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Finanzierung
Kampf um Kulturhaus Kruge geht weiter

Das Brandschutzkonzept für das Kulturhaus Kruge ist genehmigt, nun beginnt die Planung zur Umsetzung. (Symbolbild)
Das Brandschutzkonzept für das Kulturhaus Kruge ist genehmigt, nun beginnt die Planung zur Umsetzung. (Symbolbild) © Foto: Monika Skolimowska/dpa
Jörn Kerckhoff / 12.03.2020, 03:00 Uhr
Kruge (MOZ) Der Kampf um das Kulturhaus Kruge geht weiter und macht auch Fortschritte. Wenn der Plan aufgeht, könnte die Sanierung im kommenden Jahr beginnen. Das ist zumindest die Hoffnung von Karin Fritsche, Ortsvorsteherin von Falkenberg/Mark. Mit dem nächsten Benefizkonzert am 22. März soll ein weiterer kleiner Tropfen zu dem Projekt beigetragen werden. Dann spielt die Big Band des Bundespolizeiorchesters Berlin in Kruge. Als Sänger wird diesmal Kirk Smith mit dabei sein.

"Das Konzept für den Brandschutz ist fertig und auch genehmigt", berichtet Karin Fritsche. Damit sollten auch die Unstimmigkeiten mit dem Denkmalamt ausgeräumt sein, erklärt Fritsche. Genau da gab es nämlich Probleme. "Die Auflagen für den Brandschutz schreiben Dinge vor, die die Denkmalbehörde nicht genehmigt", hatte auch Falkenbergs Bürgermeister Christian Ziche schon beklagt. Längst nicht die einzige Baustelle bis zum Abschluss einer möglichen Sanierung.

Planung für Umsetzung

"Jetzt steht die Planung für den Brandschutz an. Für die Planung des Brandschutzes, der Heizung, der Sanitäranlagen und der Küche sind für dieses Jahr 60 000 Euro in den Haushalt eingestellt", so Karin Fritsche. Außerdem sei der Antrag für die Landesförderung für das Projekt eingereicht worden. Eine Million Euro lautet die Kostenschätzung für die Gesamtsanierung. 80 Prozent der Summe könnten gefördert werden, bliebe ein Eigenanteil der Gemeinde von 200 000 Euro. "Wenn der Antrag durchgeht, kann die Sanierung im kommenden Jahr beginnen und 2022 abgeschlossen werden", schildert die Ortsvorsteherin. Gebe es dagegen keine Förderung, werde man die 200 000 Euro für die Umsetzung des Brandschutzes verwenden und den Rest erst einmal so lassen, wie er ist.

Einen großen Anteil daran, dass der Eigenanteil der Gemeinde zusammengetragen werden kann, haben die Benefizkonzerte, die seit fünf Jahren veranstaltet werden. Am 5. Juni 2015 sei es ebenfalls das Orchester der Bundespolizei gewesen, das das erste Benefizkonzert zur Rettung des Kruger Kulturhauses gespielt hatte, erinnert sich Karin Fritsche. Seither gab es eine ganze Reihe von Benefizveranstaltungen, mit denen etwa 40 000 Euro für den Eigenanteil der Gemeinde eingenommen werden konnten.

Am 22. März ist nun also wieder die Bundespolizei aus Berlin zu Gast. Mit dabei sein wird Sänger Kirk Smith, der mit seiner Stimmgewalt das Publikum von den Sitzen reißen soll. Smith fand seine Erfüllung schon in jungen Jahren im Singen. In seiner Heimat Chicago sang er bereits im Gospelchor. Während seiner Militärzeit kam er nach Berlin und blieb. Neben seiner Tätigkeit als Sänger ist er in Berlin auch noch Pastor der Kirche "Powerhouse Ministries of God". Das Konzert, bei dem Smith gemeinsam mit dem Bundespolizeiorchester Berlin auftreten wird, verspricht einen schwungvollen Nachmittag im Kulturhaus Kruge.

Big Band spielt ohne Gage

Dabei wird die Big Band übrigens ohne Gage spielen, wie Karin Fritsche verrät. Lediglich für Kirk Smith sei eine kleine Gage fällig, die großteils vom Energieversorger EWE gesponsert würde. Der Eigenanteil der Gemeinde am Konzert sei damit sehr überschaubar, so Fritsche. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die Einnahmen durch den Kartenverkauf beinahe zu 100 Prozent auf das Spendenkonto fließen – wenn der Saal mit seinen 180 Plätzen denn auch voll wird. Das Konzert am 22. März beginnt um 15 Uhr, die Karte kostet 15 Euro. Im Vorverkauf sind die Konzertkarten jeweils am Sonntag von 14 bis 18 Uhr im Kulturhaus Kruge zu erhalten und außerdem im Zeitschriftenshop Falkenberg während der Öffnungszeiten.

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