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Sternenpark Westhavelland
April 2020:  Venus in den Plejaden

Die Plejaden.
Die Plejaden. © Foto: Thomas Becker
Thomas Becker / 31.03.2020, 07:30 Uhr
Parey Im März-Newsletter aus dem Sternenpark Westhavelland hatte ich die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass der Monat die Sternfreunde mal wieder mit vielen klaren Nächten verwöhnen würde. Diese Hoffnung wurde in der zweiten Monatshälfte mehr als erfüllt, und es gab einige sehr klare Nächte, welche aber die meisten Menschen nicht genießen konnten. Denn leider hält momentan ein weitaus schlimmeres Übel als schlechtes Wetter die Welt in Atem.

Die Corona-Pandemie und die sich seit Mitte März immer weiter verschärfenden Maßnahmen zur Verlangsamung der Ausbreitung der Krankheit haben auch den Besuch des Sternenparks erschwert. Alle Veranstaltungen seit Mitte März wurden abgesagt. So werden wohl auch im April die Bewohner des Natur- und Sternenparks Westhavelland diesen weitestgehend für sich alleine haben.

Da lohnt ein Blick am frühen Abend des 3. April zum Westhimmel. In diesen Stunden steht der strahlend helle "Abendstern" Venus inmitten des mit bloßem Auge gut sichtbaren Sternhaufens der Plejaden. Auch in den Tagen davor und danach ist an dieser markanten Himmelsmarke die tägliche Wanderung der Venus deutlich zu erkennen. Daher wurden die Planeten früher auch als Wandelsterne bezeichnet, während alle anderen Sterne so genannte Fixsterne waren, da sie ihre Position zumindest innerhalb eines Menschenlebens nicht sichtbar veränderten. Die Venus dominiert also weiterhin den abendlichen Sternenhimmel.

Die anderen Planeten bauen dagegen langsam ihre Sichtbarkeit am Morgenhimmel aus. Die immer früher einsetzende Morgendämmerung verlangsamt diesen Prozess jedoch, so dass sich Jupiter, Saturn und Mars noch immer nicht optimal beobachten lassen.

Am Morgen des 22. April schließlich kann nach den Sternschnuppen der Lyriden Ausschau gehalten werden. Unter optimalen Bedingungen können etwa 10 bis 15 Sternschnuppen pro Stunde gesichtet werden. Der nahe Neumond am 24. April begünstigt die Beobachtung.

Wie alle Sternschnuppenströme sind auch die Lyriden nach dem Sternbild benannt, aus dem sie scheinbar ausstrahlen. Das Sternbild Lyra oder Leier, dessen Hauptstern Wega der hellste Stern am Nordhimmel ist und die rechte, obere Ecke des Sommerdreiecks bildet. Die Sternschnuppen selbst können aber am gesamten Nachthimmel gesehen werden. Am besten sollte der Blick dorthin gerichtet werden, wo der Himmel am dunkelsten ist.

Bleibt die kleine Hoffnung, dass zu dieser Zeit die Corona-Pandemie ihren größten Schrecken verloren haben wird und die verhängten Maßnahmen wieder etwas gelockert werden konnten.

Mondphasen:

erstes Viertel 1. April,

Vollmond  8. April,

letztes Viertel 15. April,

Neumond 24. April;

Veranstaltungen im Sternenpark Westhavelland gibt es wegen der Corona-Pandemie nicht. Mehr Infos auf www.sternenpark-westhavelland.de/veranstaltungen.

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