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Wirtschaft in Corona-Krise
Brandenburger Spargelbauern hoffen auf weitere Erntehelfer

Vor einer schönen Wolkenkulisse bereitet ein Spargelbauer sein Feld.
Vor einer schönen Wolkenkulisse bereitet ein Spargelbauer sein Feld. © Foto: Frank May/dpa
dpa / 03.04.2020, 16:20 Uhr
Beelitz (dpa) Für die Brandenburger Spargelbauern ist Entspannung beim Problem der aufgrund der Corona-Krise fehlenden Erntehelfer aus Osteuropa in Sicht.

"Es ist ein Lichtblick", sagte Jürgen Jakobs, Vorsitzender des Beelitzer Spargelvereins, am Freitag auf Anfrage. Im Beelitzer Spargelanbaugebiet fehlt bislang etwa die Hälfte der gebuchten knapp 2300 Spargelstecher - meist Rumänen. Aufgrund von Einreisebeschränkungen reisten sie nicht an.

Trotz genereller Einreisesperren zur Eindämmung der Corona-Pandemie dürfen jetzt jedoch begrenzte Kontingente an Saisonarbeitern kommen. Im April und Mai sollen bundesweit je 40 000 Menschen anreisen. Darauf hatten sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Donnerstag verständigt. Ziel sei die Sicherung der Ernte, hieß es.

Damit sei eine gute Entscheidung vom Bund getroffen worden, meinte Jakobs. "Aufgrund der strengen Regularien für diese Aktion muss aber abgewartet werden, wie viele Helfer am Ende da sind", sagte er. Man müsse sehen, wie die Regularien nun umgesetzt würden. Er bezweifle, dass die Einreise völlig unkompliziert laufe. "Da sind noch viele Details zu klären", betonte der Spargelbauer.

In den Betrieben der Beelitzer Spargelbauern ist die Situation recht unterschiedlich. Bei einigen reicht nach seinen Angaben das zur Verfügung stehende Personal aus, das bis zum verhängten Einreisestopp am 25. März schon vor Ort war. Auch wachse angesichts der kühlen Witterung der Spargel nicht so schnell. Werde es wärmer, gehe die Ernte richtig los. "Da wird jede Hand gebraucht", sagte er.

"Es haben sich mittlerweile auch deutsche Arbeitslose und Kurzzeitarbeiter gemeldet, die in der Ernte helfen wollen", sagte Jakobs. Die müssten nun ausgebildet werden.

Nach den neuen Festlegungen sollen Erntehelfer für April und Mai statt im Bus nur in Gruppen auf dem Luftweg einreisen. Nach einem Gesundheitscheck am Flughafen werden sie von ihrem Betrieb abgeholt. In den ersten zwei Wochen leben und arbeiten sie getrennt von den anderen Beschäftigten. Mindestabstände auf den Feldern müssen eingehalten werden.

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