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Naturpark Hoher Fläming
Heute noch einen Apfelbaum pflanzen

Ein prächtiger Anblick: eine Streuostwiese mit Früchte tragenden Bäumen.
Ein prächtiger Anblick: eine Streuostwiese mit Früchte tragenden Bäumen. © Foto: Bansen/Wittig
Steffen Bohl / 04.04.2020, 12:00 Uhr
Raben Die Naturparkverwaltung Hoher Fläming unterstützt im Jahr 2020 die Nachpflanzung und Neuanlage von Streuobstwiesen im Naturpark mit alten flämingtypischen Obstsorten. Das Land Brandenburg stellt die Hochstämme im Wert von insgesamt zehntausend Euro bereit. Engagierte Vereine, Schulen, Gemeinden, aber auch private Flächeneigentümer können ab sofort ihr Interesse der Naturparkverwaltung in Raben mitteilen.

Im Naturpark Hoher Fläming gibt es immer weniger gut erhaltene Streuobstwiesen. Viele der noch vorhandenen Streuobstwiesen sind bereits überaltert und werden kaum noch genutzt oder gepflegt. Neupflanzungen sind nötig. Dabei stellen Streuobstwiesen einen wichtigen Bestandteil der dörflichen Kulturlandschaft dar. Die meist extensiv bewirtschafteten Streuobstwiesen sind ein Eldorado für Insekten, wie Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer. Auch Reptilien, Kleinsäuger und Vögel fühlen sich auf Streuobstwiesen wohl. Mit neuen Obstbäumen soll auch die genetische Vielfalt alter Sorten langfristig im Naturpark erhalten bleiben. Sie leisten nicht nur einen wichtigen Beitrag für die Artenvielfalt, sondern bereichern auch das Landschaftsbild. Spaziergänger und Wanderer erfreuen sich an den blühenden Obstbäumen und den reifen Früchten. Das geerntete Obst kann zu einer regionalen Mosterei gebracht und direkt zu Saft verarbeitet werden – regionaler geht es nicht.

Nur fachgerechte, regelmäßige Pflegeschnitte alter Obstbäume und die Nachpflanzung neuer Obstbäume können sicherstellen, dass diese wertvollen Biotope erhalten bleiben. Die Naturparkverwaltung stellt dafür alte und flämingtypische Obstsorten (nicht nur Äpfel) als Hochstämme zur Verfügung, die von interessierten Flächeneigentümern im Herbst gepflanzt und dann fachgerecht gepflegt werden. Der Lohn: Köstliches Obst mit Charakter als Frischobst, Lagerobst oder Most – ein Leben lang.

Die Naturparkverwaltung unterstützt interessierte Gemeinden, Vereine oder private Flächeneigentümer aus der Region und steht beratend zur Seite. Ansprechpartnerin ist Elisa Kallenbach, Telefonnumme033848/ 60001, Mail: Elisa.Kallenbach@lfu.brandenburg.de.

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