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zum Schutz der Waldameisen
Der Wert der kleinen Tiere

Ina Matthes
Ina Matthes © Foto: Gerrit Freitag/MOZ
Meinung
Ina Matthes / 07.04.2020, 20:00 Uhr - Aktualisiert 08.04.2020, 09:21
Grünheide (MOZ) Es wird ja gerne mal ein bisschen belächelt: Da müssen Investoren milliardenschwerer Bauprojekte Rücksicht nehmen auf ein paar Fledermäuse oder ein paar Ameisen. Erst zieht die winzige Ameise um, dann kann dieGiga-Fabrik kommen.

Gerade Ameisen scheinenAllerweltsgeschöpfe, die einem überall vor die Füße laufen. Aber auch sie sind auf dem Rückzug, vor allem die Waldameisen. Straßenbau, neue Siedlungen, Fällarbeiten im Wald mit schwerer Forsttechnik – das macht den Tierchen zu schaffen. Welchen Wert sie für den Wald haben, ist schon lange bekannt. Sie stehen seit mehr als 200 Jahren unter Schutz. Waldameisen vertilgen beispielsweise große Mengen anderer Insekten. Ein Volk mit 600.000 Arbeiterinnen zieht etwa 400.000 junge Ameisen im Jahr auf, um sich selbst zu erhalten. Sie fressen  Millionen von Larven.  Wenn Forstschädlinge über Wälder herfallen, dann gibt es rund um Ameisenkolonien oft grüne Inselngesunder Bäume. Deshalb, sagen Forscher, sollten Waldameisen gezielt als Mittel biologischer Schädlingsbekämpung gefördert werden.

Wer dazu einen Beitrag leisten will, kann das ehrenamtlich tun. Es gibt in Brandenburg Ameisenschutzwarte, die sich um den Erhalt Tiere kümmern. Sie suchen gerade Unterstützer.

Zum Artikel: Für Tesla müssen Ameisen und Fledermäuse umziehen

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