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zum derzeitigen Verhältnis zu Polen
Deutsch-polnische Nachbarschaft: Test nicht bestanden

Dietrich Schröder
Dietrich Schröder © Foto: Gerrit Freitag/MOZ
Meinung
Dietrich Schröder / 07.04.2020, 20:58 Uhr - Aktualisiert 08.04.2020, 06:57
Frankfurt (Oder) (MOZ) Noch sind wir mitten in der Corona-Krise, doch der Gedanke, welche Lehren wir aus dem ganzen Schlamassel einmal ziehen werden, bewegt uns von Tag zu Tag mehr. Auch die Frage, wie solidarisch Nachbarländer miteinander umgegangen sind, wird garantiert gestellt werden. Und da sieht die Zwischenbilanz der deutsch-polnischen Beziehungen nach vier Wochen alles andere als rosig aus.

Um nicht falsch verstanden zu werden: Hier sind ausdrücklich nicht die vielen Menschen gemeint, die den Belastungen trotzen. Wenn polnische Mütter oder Väter jetzt als Ärzte, Schwestern, Landwirte und Pfleger bei uns bleiben und – manche sogar  trotz der Osterfeiertage –  nicht zu ihren Angehörigen nach Hause fahren, dann gehören sie mit zu den Helden, die unser Leben in dieser Ausnahmesituation ermöglichen.

Nicht bestanden haben den Test dagegen zahlreiche Politiker – ob nun in Warschau, aber auch in Berlin und in vielen anderen europäischen Hauptstädten – die noch immer so tun, als würde das Corona-Virus an jenen nationalen Grenzen halt machen, die für die meisten von uns längst überwunden schienen.

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