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Stadtentwicklung
Erkner bekommt einen völlig neuen Kirchvorplatz

Annette Herold / 08.04.2020, 03:00 Uhr
Erkner (MOZ) Für Pfarrer Carsten Schwarz war es höchste Zeit. "Die Situation auf dem Kirchvorplatz war eigentlich gar keine", fasst er seinen Eindruck über die Tristesse vor der Genezarethkirche zusammen. Jetzt wird das Areal völlig neu gestaltet, Bauleute sind angerückt, und seit Dienstag markiert auch ein Zaun, dass hier eine Baustelle ist.

Geplant sind die Arbeiten bis August, wie Erkners Vize-Bürgermeister Clemens Wolter berichtet. Später soll nur noch die Herbstbepflanzung folgen. Den Planungen zufolge soll es richtig viel Grün auf dem Kirchvorplatz geben, doch erst einmal sind die Bauarbeiter jetzt mit schwerem Gerät dabei, Büsche zu roden und Betonplatten herauszuheben, mit denen der Platz bisher befestigt war.

Entstehen sollen unter anderem eine Freilichtbühne, es soll Bänke geben und in den Boden eingelassene Fontänen. Auch der Wochenmarkt kann stattfinden. Der Platz wird ein Gefälle zur Friedrichstraße hin haben, zudem werden der Höhenunterschied in Richtung Kirche durch drei Stufen auf dem Platz und zwei Stufen direkt an der Kirche ausgeglichen werden. Beides wird von Rampen flankiert.

Um die bereits demontierte und eingelagerte Kirchentreppe war in der Stadt ein Streit entbrannt, der letztlich mit diesem Kompromiss beigelegt werden konnte. Pfarrer Schwarz ist deshalb froh im doppelten Sinne – wegen der einvernehmlichen Lösung und weil der Platz nun gestaltet wird. Er könnte sich sogar vorstellen, dass dort auch Gottesdienste oder Konzerte stattfinden.

Baukosten bei 800 000 Euro

Vize-Bürgermeister Wolter freut sich, dass nun vielen Worten Taten folgen. "Wir haben jetzt 23 Jahre darüber nachgedacht. Schön, dass wir endlich bauen." Die Kosten beziffert er auf 800 000 Euro, zuzüglich der erst nachträglich geplanten Treppen. Durch diese werde der Platz aber nicht wesentlich teurer.

Gebaut werden soll anders als ursprünglich geplant in einem Stück. Nach Worten des Vize-Bürgermeisters soll so bald wie möglich der Zugang zur Kirche geschaffen werden, in der Zeit, in der wegen der Infektionsgefahr ohnehin keine Gottesdienste stattfinden. Weil das Heimatfest ausfällt, müsse es auch keine zwei Bauabschnitte geben.

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