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Landwirtschaft
Dreetzer stehen vor spannender Spargelsaison

Katrin Alting verkauft Dreetzer Spargel auf dem Neuruppiner Wochenmarkt, auf dem es auch noch andere Anbieter aus der Region gibt.
Katrin Alting verkauft Dreetzer Spargel auf dem Neuruppiner Wochenmarkt, auf dem es auch noch andere Anbieter aus der Region gibt. © Foto: Markus Kluge
Markus Kluge / 08.04.2020, 05:00 Uhr
Dreetz/Neuruppin (MOZ) Das Wetter ist sonnig, der Spargel wächst. Ob es ein gutes Jahr für die Spargelbauern wird, kann derzeit niemand abschätzen. Der Spargelhof Baselitz von Andreas Pelzer wurde 1991 gegründet und bewirtschaftet rund 8,5 Hektar in Dreetz bei Neustadt. Das beliebte Gemüse wird im Hofladen und an acht Ständen im Kreis – drei davon in Neuruppin – verkauft. "Wahrscheinlich ab Donnerstag werden wir alle Stände bestücken können", so Pelzer. Seine Mitarbeiterin Katrin Alting auf dem Neuruppiner Schulplatz konnte am Dienstagmittag schon einpacken – ihr Spargel war ausverkauft. "Es wird in diesem Jahr eine Katastrophe oder richtig gut", meint Pelzer. Denn woran die wenigsten Käufer denken: "Uns werden die Hotels und Gaststätten als Kunden fehlen", sagt Pelzer. Er geht davon aus, dass diese aufgrund der Corona-Krise noch eine Zeit lang geschlossen bleiben. Ob dafür die Haushalte mehr Spargel kaufen, weil viele Menschen Zeit zum Kochen haben, vermag er nicht einzuschätzen. Zudem hat Pelzer die Sorge, dass das Coronavirus seinen Betrieb lahmlegen könnte, sobald sich Mitarbeiter infizieren: "Das wäre die Katastrophe." Neun Erntehelfer seien im Einsatz. Von der Stammbesatzung seien aber nur drei Leute gekommen. Die anderen hätten  Angst vor der Ansteckungsgefahr oder seien in häuslicher Isolation. Den Personalmangel konnte der Hof mit frühzeitiger Werbung um Arbeitskräfte wieder auffangen. "Das hieß aber, dass wir viele neu anlernen mussten", so Pelzer. Was die Saison bringt, wird sich im Juni zeigen, wenn der letzte Spargel gestochen wird.

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