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Nötigung
Wall um Auto von Berlinerin in Schönfließ aufgeschüttet

Acker: Für die einen ein Spazierweg, für die anderen der Arbeitsplatz.
Acker: Für die einen ein Spazierweg, für die anderen der Arbeitsplatz. © Foto: Heike Weißapfel
Heike Weißapfel / 08.04.2020, 16:18 Uhr - Aktualisiert 08.04.2020, 18:37
Schönfließ (MOZ) Eine Frau parkt ihr Auto auf der Zufahrt eines Feldes und geht spazieren. Als sie wiederkommt, ist das Fahrzeug von einem aufgeschütteten Wall umgeben.

Der Landwirt wollte sein Feld bewirtschaften, die Berlinerin spazieren gehen. Dazu parkte die Frau ihren Hyundai direkt auf der Einfahrt zu seinem Feld an der B96 a in Schönfließ, sodass er mit seinem Trecker nicht vorbeikam. "Es passiert öfter, dass Leute direkt bei uns auf dem Feld parken", sagt Felix Schneermann. "Das ist sehr ärgerlich. Wir müssen doch arbeiten. Vor allem die Berliner haben gar kein Verständnis. Sie gehen auch öfter einfach durch die Felder durch." Am Dienstagabend hat der 26-jährige Landwirt die Polizei in der Hoffnung angerufen, dass der Halter des Wagens ausfindig gemacht oder das Fahrzeug abgeschleppt würde. "Es ist aber eine ganze Weile nichts passiert", sagt er.

Auch die Berlinerin hat wenig später die Polizei alarmiert. Denn jemand hatte rings um ihr Auto einen etwa 40 Zentimeter hohen Wall aufgeschichtet, über den sie nicht hinwegfahren konnte. Gegen 20 Uhr trafen sich alle am Feld, berichtet die Polizei über den Einsatz. Der Treckerfahrer verweigerte demnach "jegliche Angaben und auch die Hilfe, das Fahrzeug wieder auszubuddeln." Nun mussten sogar die Beamten selber zupacken. Im Polizeibericht heißt es weiter: "Nur durch das beherzte Eingreifen und somit Freilegen des Autos durch Polizeibeamte konnte die Situation vor Ort entschärft und geklärt werden."

Sachschaden entstand nicht. Auf eine Ordnungswidrigkeitsanzeige gegen die Frau wegen Falschparkens wurde laut Polizei verzichtet. Der Landwirt erhielt eine Anzeige wegen Nötigung im Straßenverkehr, weil das Auto aufgehalten wurde. Auch darüber ärgert sich Felix Schneermann ein bisschen. Der Straßenverkehr sei unberührt, seine Einfahrt gehöre ersichtlich zum Feld. Und wieso denn überhaupt er?

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Norbert Wesenberg 12.04.2020 - 17:35:07

Mal ehrlich,...

...das Ding würde ich durch alle Instanzen durchziehen. Wetten, dass das Ding ausgeht wie das Hornberger Schießen?

Norbert Wesenberg 12.04.2020 - 17:35:02

Mal ehrlich,...

...das Ding würde ich durch alle Instanzen durchziehen. Wetten, dass das Ding ausgeht wie das Hornberger Schießen?

Karl Napp 12.04.2020 - 12:39:17

Strafanzeige gegen Unbekannt stellen

Der Landwirt sollte eine Strafanzeige gegen Unbekannt stellen, wegen unberechtigten Aufschüttens eines Sandbergs in der Auffahrt zu seinem Feld. Schau mer mal, was dann dabei raus kommt. Darüber hinaus wäre eine Dienstbeschwerde wegen nicht vorgenommener Ordnungswidrigkeitsanzeige gegen die Frau wegen Falschparkens möglich. Schließlich leben wir ja in einem Rechtsstaat, oder?.

Ralf H. Janetschek 12.04.2020 - 11:56:47

Woher kam der Sandberg?

Der Sandberg könnte schließlich auch vom Himmel gefallen sein. Wenn Jungfrauen Kinder bekommen und Tote wieder lebendig werden, könnten auch Sandberg "ganz von allein" vom Himmel fallen. Wir haben schließlich Ostern!

Paul Müller 12.04.2020 - 08:36:36

Lässt sich denn nachweisen ...

... das der Landwirt dort einen Sandberg aufschüttete ?!

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