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Infrastruktur
Freie Fahrt auf dem Radweg in Mildenberg

Modernes Erscheinungsbild: Aus Stahl, Beton und Lärchenholz wurde die neue Brücke über den Welsengraben konstruiert. Das Bauwerk ist ausschließlich für Radfahrer und Fußgänger.
Modernes Erscheinungsbild: Aus Stahl, Beton und Lärchenholz wurde die neue Brücke über den Welsengraben konstruiert. Das Bauwerk ist ausschließlich für Radfahrer und Fußgänger. © Foto: Stadt Zehdenick
Martin Risken / 08.04.2020, 20:28 Uhr - Aktualisiert 14.04.2020, 15:30
Mildenberg (MOZ) Seit Dienstagmittag ist die neue Welsengrabenbrücke in Mildenberg offiziell nach rund einem halben Jahr Bauzeit freigegeben worden. Allerdings erfolgte die Freigabe aufgrund der besonderen Umstände im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ohne die sonst übliche feierliche Zeremonie. Vom 15. Oktober vergangenen Jahres bis zum 27. März wurde im Auftrag der Stadt Zehdenick die Radwegebrücke über den Welsengraben im Ortsteil Mildenberg abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt.

Verkehr umgeleitet

Dazu musste der Radfernweg Berlin-Kopenhagen unterbrochen werden. Die Umleitung des Radverkehrs erfolgte durch das Dorf Mildenberg. Die alte Brückenkonstruktion wurde komplett abgebrochen. Die Gründung der neuen Brücke erfolgte mittels Spundwandkonstruktion, die bis in eine Tiefe von sechs Metern in den Boden gerammt wurde. Als Haupttragwerk dient eine Konstruktion aus vier Stahlträgern, die auf einen Betonbalken, der auf die Spundwandkonstruktion aufbetoniert wurde, gelagert ist. Als Oberflächenbelag dienen zehn Zentimeter dicke Lärchenholzbohlen.

Das Vorhaben wurde durch die Firma HTK Bau GmbH aus Wusterhausen ausgeführt. Für die Planung und die Bauleitung zeichnete das Ingenieurbüro IGS Ingenieure GmbH & Co. KG aus Panketal verantwortlich. Die Gesamt-kosten belaufen sich nach Auskunft der Stadtverwaltung Zehdenick auf rund 350 000 Euro.

Die Baumaßnahme wurde gefördert aus Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsinfrastruktur". Ziel dieses Programms ist die Unterstützung von "Gemeindenetzwerken bei der Sicherung und Stärkung eines angemessenen Niveaus der öffentlichen Daseinsvorsorge und Infrastruktur", heißt es in der Förderrichtlinie.

Durch diese Bauvorhaben werde der Fortbestand der Wegeverbindung auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen für die nächsten Jahrzehnte gesichert und eine gefahrlose Benutzung gewährleistet. Mit dem Ersatzneubau der Brücke über den Welsengraben werde das angestrebte Ziel, die Brücke als wichtigen Bestandteil der städtischen Infrastruktur und des Radfernweges Berlin-Kopenhagen zu erhalten, erreicht, so die Verwaltung.

Die Nutzung bleibe wie bisher den Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Die offizielle Verkehrsfreigabe fand durch die Abnahme der Bauleistung am vergangenen Dienstag statt. Anschließend konnte die Brücke für den Fußgänger- und Radverkehr pünktlich zum Start der Radfahrsaison freigegeben werden.  Die Stadtverwaltung bedanke sich bei allen Bürgern und vor allem auch bei den direkten Anliegern für die ertragenen Lärmbelästigungen während der Bauphase.

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