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StayHome-Challenge
Feuerwehr in Wriezen appelliert an Mitmenschen

Jacqueline Westermann / 09.04.2020, 04:00 Uhr - Aktualisiert 09.04.2020, 07:39
Wriezen (MOZ) Nominiert hatte sie die Freiwillige Feuerwehr in Tempelfelde im Rahmen der "Feuerwehr-StayHome-Challenge". Also die Wettbewerbsaktion von Feuerwehren, die Menschen zum Daheimbleiben animieren, um weiterhin sicher systemrelevanten Berufen nachgehen zu können. Ähnliche Fotos von Pflege- und medizinischem Personal geistern seit Wochen durch die sozialen Medien. So soll mehr Aufmerksamkeit dafür geschaffen werden, dass diese Menschen ihre Jobs nur sicher ausführen können, wenn der Großteil, der Bevölkerung, der nicht zwingend das Haus verlassen muss, um zu arbeiten, zu Hause bleibt.

Für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wriezen stand schnell fest, dass sie mitmachen wollen. "Es gibt ja gewisse Spielregeln für diesen Wettbewerb, es müssen mindestens neun Personen zu sehen sein, die die Worte aufschreiben und sich damit im isolierten Bereich fotografieren lassen und das ganze innerhalb von 24 Stunden veröffentlichen", erklärt Hannes Möller, stellvertretender Ortswehrführer.

Unter dem Hashtag #feuerwehrstayhomechallenge motivieren sich derzeit Berufs- und Freiwilligenfeuerwehren gegenseitig zum Mitmachen. Möller und seine Kollegen hätten versucht, herauszubekommen, wo die Aktion gestartet wurde. Doch ganz genau ließe sich das nicht mehr feststellen, lediglich das die Ursprünge in Bayern liegen.

"Es war gar nicht so einfach, sich zu organisieren und zu einigen, wer welches Wort übernimmt. Nicht, dass man nachher dreimal ‚für’ hat, aber andere fehlen", beschreibt Möller. Die Feuerwehr habe aber sowieso eine WhatsApp-Gruppe, über die lief dann auch die Kommunikation und Zuordnung der Wörter. Vor allem die jüngeren der vierzig Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wriezen seien sehr motiviert gewesen, die Fotos zusammenzubekommen, erzählt Möller. Und so konnte die Wehr die 24-Stunden-Regel einhalten und die Foto-Collage im Netz veröffentlichen. Das Foto wurde dutzendfach geteilt und mit Danksagungen kommentiert. Denn auch wenn alle Übungsdienste und Veranstaltungen abgesagt wurden und die Kameraden zu Hause sind, seien sie für Einsätze "selbstverständlich und weiterhin verfügbar", wie es unter dem veröffentlichten Foto hieß.

Andere machen mit

Teil der Aktion ist auch, andere Wehren zur Teilnahme anzuregen. Die Wriezener Wehr nominierte die Kameradinnen und Kameraden in Schulzendorf, Haselberg und Altranft, von denen einige dem Aufruf nachkamen und ihrerseits Fotocollagen auf ihren jeweiligen Seiten in den sozialen Netzwerken veröffentlichten.

Beim gemeinsamen Einsatz der Wehren anlässlich eines großen Gebäudebrandes in Schulzendorf in den frühen Stunden des Mittwochmorgens war die Aktion dann auch noch einmal Thema nach den Löscharbeiten. Sie seien sich alle einig gewesen: "Das war eine schöne Aktion", resümiert Möller.

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