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650.000 Euro ausgegeben
Neue Drehleiter für Feuerwehr Elstal

Jürgen Scholz, René Jahn und Bürgermeister Holger Schreiber (v.li.) präsentieren das neue Drehleiterfahrzeug für Elstal.
Jürgen Scholz, René Jahn und Bürgermeister Holger Schreiber (v.li.) präsentieren das neue Drehleiterfahrzeug für Elstal. © Foto: Silvia Passow
Silvia Passow / 09.04.2020, 07:30 Uhr
Elstal Am Mittwoch stellten Bürgermeister Holger Schreiber (Parteilos) und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Elstal ihren neusten technischen Schatz zur Rettung von Menschenleben vor: eine Drehleiter mit Korb. Damit können nun auch Menschen oberhalb von drei Stockwerken aus Notsituationen geborgen werden. Ein Prachtstück, nicht nur für Freunde der Feuerwehr.

Das Fahrzeug mit Drehleiter entspricht dem neuesten, technischem Stand. Hinter der fachlichen Bezeichnung M32L-AT steckt eine ausgefeilte Technik. Das Fahrzeug hat viele Einsatzmöglichkeiten - es ist zur Höhen- und Tiefenrettung geeignet.

Die Anschaffung des 650.000 Euro teuren Fahrzeugs war nötig geworden, da in der Gemeinde einige neue, höhere Gebäude errichtet werden sollen. Bisher hatte man sich ein Drehleiterfahrzeug mit der Stadt Nauen geteilt. Mit den geplanten Mehrfamilienhäusern, wie zum Beispiel in der Heidesiedlung, ist eine eigene Drehleiter für Wustermark nötig geworden. Bis zu 30 Meter in die Höhe kann der Korb fahren. Das entspricht etwa sechs Stockwerken. Gelenke ermöglichen dem Korb einen weiten Bewegungsspielraum. Für die Rettung aus Schächten kann der Korb schnurgerade nach oben fahren, im Grunde wie ein Fahrstuhl.

Wenn es in die Höhe geht, kann die Rettung von Menschen aus Gebäuden das Ziel sein. Der Korb ist für drei Personen zugelassen. Es kann aber auch ein sogenannter Monitor am Korb befestigt werden. Damit ist ein Gerät gemeint, an dessen einem Ende über eine Fernsteuerung Wasser verspritzt werden kann. Mittels solcher Technik müssen sich weniger Feuerwehrmänner oder -Frauen in Gefahr bringen.

Um die Technik am ultramodernen Fahrzeug bedienen zu können, braucht es eine besondere Ausbildung. Ortswehrführer Danny Bahnemann hat diese Ausbildung. Sein Bruder auch, sagt er. Weitere 10 Kameraden sollen die Ausbildung erhalten, wenn die Corona-Einschränkungen aufgehoben sind.

Noch in diesem Jahr möchte Bürgermeister Holger Schreiber (parteilos) einen neuen Standort für die Feuerwache in Elstal gefunden haben. Denn das Anfang April in den Dienst gestellte neue Schmuckstück braucht durchaus seinen Platz. Das Fahrzeug mit einer Länge von 10,16 Meter passte nicht in die Feuerwache. Die bot nur 10,7 Meter Stellfläche in der Tiefe, ein Umbau an den Toren holte ein paar Zentimeter mehr aus dem Gebäude raus. Wenn das neue Fahrzeug mit der eindrucksvollen Drehleiter einparkt, ist das ohne Übertreibung als Maßarbeit zu bezeichnen. 40.000 Euro kostete diese anpassende Maßnahme.

Beide Investitionen hat die Gemeinde allein gestemmt. Bürgermeister Schreiber sagt: "Ich danke den Gemeindevertretern für ihre Unterstützung bei dieser Beschaffungsmaßnahme." Die Anschaffung der Drehleiter stieß auf breite Zustimmung in der Gemeindevertretung. Nicht nur weil die Drehleiter notwendig sei, sondern so auch die wertvolle Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt würde. Eine gute Ausstattung sei eine Form der Wertschätzung, fügt Schreiber hinzu.

Das wohl teuerste Auto in Elstal wurde in Ulm gefertigt und soll etwas zwanzig Jahre halten. Nach etwas zehn Jahren werden erste Bauteile erneuert werden müssen, erläutert Gemeindewehrführer Jürgen Scholz.

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