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Corona-Pandemie
Weitere Isolierstation in Klinik Nauen in Betrieb

in der Havelland-Klinik Nauen ist am heutigen Donnerstag eine weitere Isolierstation für COVID-19-Patienten in Betrieb gegangen, wie die Kliniken GmbH mitteilte.
in der Havelland-Klinik Nauen ist am heutigen Donnerstag eine weitere Isolierstation für COVID-19-Patienten in Betrieb gegangen, wie die Kliniken GmbH mitteilte. © Foto: Privat
Redaktion / 09.04.2020, 14:54 Uhr - Aktualisiert 09.04.2020, 17:20
Nauen (BRAWO) In der Havelland-Klinik Nauen ist am Donnerstag eine weitere Isolierstation für COVID-19-Patienten in Betrieb gegangen, wie die Kliniken GmbH mitteilte. Zwar sei die Situation mit momentan neun stationären Corona-Patienten derzeit stabil, aber mit der neuen Station sei man auch im Falle eines höheren Patientenaufkommens gut gerüstet. Auch die Trennung von infektiösen und nicht-infektiösen Patienten könne so weiter gewährleistet werden.

In den vergangenen Tagen war zunehmen Altenheime in die Corona-Schlagzeilen geraten. Auch hier kann die Unternehmensgruppe gutes vermelden: Bisher gibt es in den Seniorenpflegezentren keine infizierten Bewohner.

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Die Versorgungslage bei der persönlichen Schutzausstattung bleibt allerdings weiterhin angespannt, da FFP 3 und FFP 2 Masken nur begrenzt zur Verfügung stehen. Weitere Bestellungen sind für die Woche nach Ostern avisiert. "Wir können uns jedoch erst freuen, wenn wir die Ware bei uns vor Ort in den Händen halten", gibt Geschäftsführer Grigoleit zu bedenken.

Um das vorhandene Material schnell an den richtigen Stellen zur Verfügung zu haben, wurde ein spezielles Verteilungskonzept für die Versorgung über die Feiertage eingerichtet. Dank einer frühzeitigen Bevorratung mit Medikamenten ist auch die entsprechende Versorgung der Patienten in den Kliniken gesichert . Auch ergänzen die in der Klinikapotheke hergestellten Desinfektionsmittel die Bestände in den Häusern.

Angesichts des dynamischen Ausbruchsgeschehens im Klinikum Ernst von Bergmann und nun auch noch in einem Potsdamer Pflegeheim, wird in den Havelland Kliniken die Situation im benachbarten Landkreis aufmerksam verfolgt. Im Austausch mit weiteren Kliniken in der Region kann gegebenenfalls eine zügige Aufnahme von Patienten aus dem Raum Potsdam gewährleistet werden, falls die Kapazitäten der dortigen Einrichtungen ausgeschöpft sein sollten. Dies gehe nicht zu Lasten der Versorgung der Havelländerinnen und Havelländer, die die Havelland-Kliniken betonen.

Die personelle Besetzung sei n den Gesellschaften der Unternehmensgruppe weiterhin stabil und die Einsatzbereitschaft unter den Beschäftigten hoch. "Das ist angesichts der permanenten Debatte in den Medien über bestehende gesundheitliche Risiken auch für die Mitarbeiter eine nicht unerhebliche psychische Belastung, denn Corona wird dadurch zu einem "24/7"- Thema für die Kolleginnen und Kollegen" so Grigoleit.

Daher haben Geschäftsführer und Konzernbetriebsrat sich in einem gemeinsamen Brief an die Brandenburger Gesundheitsministerin und weitere Vertreter der regionalen Politik gewandt. Darin regen sie an, dass das Land Brandenburg dem Vorbild anderer Bundesländer wie Bayern oder Berlin folgen solle. "Es ist an der Zeit, dass die Politik den vollmundigen Danksagungen auch Taten folgen lässt. Ein klares Zeichen der Wertschätzung wäre eine finanzielle Anerkennung für die Pflegekräfte aller Bereiche" erklärt Geschäftsführer Grigoleit.

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