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Feiertage
Rheinsberger Schlosspark für Osterspaziergänge offen

Frühlingsidyll: Ein Spaziergang an der frischen Luft ist nicht nur gesund, er tut auch der Seele gut und dient der Entspannung. Der Rheinsberger Schlosspark ist daher auch über Ostern geöffnet.
Frühlingsidyll: Ein Spaziergang an der frischen Luft ist nicht nur gesund, er tut auch der Seele gut und dient der Entspannung. Der Rheinsberger Schlosspark ist daher auch über Ostern geöffnet. © Foto: Markus Kluge
Brian Kehnscherper / 10.04.2020, 14:13 Uhr - Aktualisiert 10.04.2020, 15:26
Rheinsberg (MOZ) Viele Ostertraditionen fallen dem Schutz vor dem Coronavirus zum Opfer. Osterfeuer, der Gottesdienst in der Kirche, der Besuch der Familie, Grillen mit den Freunden – all das fällt aus, um die Ausbreitung des Erregers zu verlangsamen. Gegen einen Spaziergang bei schönem Frühlingswetter ist aber nichts einzuwenden. Allerdings gilt es auch dabei, sich an die Regeln zu halten.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten hat den Rheinsberger Schlosspark wie auch alle anderen Parkanlagen in Berlin und Brandenburg weiterhin geöffnet. "Wir wollen unsere Anlagen weiterhin zugänglich machen. Die Parks sind gerade derzeit ein wichtiges Angebot", sagt der Sprecher der Stiftung, Frank Kallensee. Der Schlosspark biete nicht nur die Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen und ein wenig die Seele baumeln zu lassen. Er sei auch ein wichtiges Kulturgut. Besucher können auf den Spuren des Prinzen Heinrich wandeln und sich über preußische Geschichte, alte Gartenbaukunst oder den siebenjährigen Krieg informieren, an den der Obelisk am Grienericksee erinnert.

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Kallensee gibt aber zu bedenken, dass die derzeitigen Einschränkungen befolgt werden sollen. "Wir können unsere Angebote nur erhalten, wenn sich alle  an die Regeln halten." Das heißt, Spaziergänger dürfen nur mit Familienangehörigen oder sonst maximal in Begleitung einer weiteren Person unterwegs sein, müssen den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen einhalten und sich nicht auf Wiesen oder Bänke setzen, sondern in Bewegung bleiben. Größere Menschengruppen sind natürlich nicht erlaubt. Nach Beobachtung von Michael Frölich, Assistent der Rheinsberger Schlossbereichsleitung, halten sich die meisten Gäste an die Vorgaben. "Die überwiegende Mehrzahl ist sehr verantwortungsvoll", so Frölich. Und trotz des guten Wetters seien bislang nur wenige Menschen im Park unterwegs gewesen. Nur vor einigen Wochen musste die Polizei einschreiten, weil sich eine Gruppe von Menschen eine Schneeballschlacht geliefert hatte (wir berichteten).

Appell an die Besucher

Die Schlossverwaltung kontrolliert gelegentlich im Park. Sollten sich Gruppen bilden, würde das von den Mitarbeitern unterbunden werden, so Frölich. Wie Frank Kallensee sagt, ist das Ordnungspersonal in Rheinsberg aber knapp. Die für das Schloss zuständige Wachschutzfirma sei vor allem mit dem Objektschutz betraut. Ohnehin könnten die stiftungsmitarbeiter nur Verstöße gegen den Denkmalschutz ahnden. Für Verstöße gegen die Kontaktsperren müssten Polizei oder Ordnungsamt hinzugezogen werden. Die Schlösserstiftung setzt daher auf die Vernunft der Menschen. Sollten die Regeln nicht eingehalten werden, ist ein dreistufiger Sanktionsplan aufgestellt worden. Zuerst würden die Liegewiesen, die zur Zeit ja ohnehin nicht genutzt werden dürfen, gesperrt werden. Sollten die Verbote weiter missachtet werden, könnten ganze Bereiche des Schlossparks gesperrt werden. Sollte das nicht fruchten, würde die komplette Anlage geschlossen werden. Da sie von vielen Seiten zugänglich ist, kann ein Betreten zwar nicht verhindert werden. Allerdings könnte das dann entsprechend geahndet werden. "Wir hoffen natürlich nicht, dass wir zu solchen Schritten greifen müssen und appellieren an unsere Besucher, sich entsprechend zu verhalten", so Kallensee.

Michael Frölich kann sich vorstellen, dass über Ostern mehr Menschen in den Schlosspark kommen. Das Areal sei weitläufig genug, um sich aus dem Weg zu gehen. "Mit den Boberower Kabeln vom Obelisken in Richtung Warenthin haben wir ein weitläufiges Waldgebiet mit vielen Wegen, das sich für einen Osterspaziergang anbietet", so Frölich. Auf den Anblick der Skulpturen in Park müssen die Flaneure über Ostern indes noch verzichten. Die Statuen konnten noch nicht ausgehaust werden. Weil dafür mehrere Helfer nötig sind, wären die Abstandsregeln dabei nicht einhaltbar.

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