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Fan-Aktion
Lieper freuen sich auf die Berliner Eisbären

Von Anfang an dabei: Klaus Marschner (l.) und Bernd Haake organisieren die jährlichen Touren von Liepe nach Berlin. Sie schauen auf ein Eisbärentrikot und erinnern sich.
Von Anfang an dabei: Klaus Marschner (l.) und Bernd Haake organisieren die jährlichen Touren von Liepe nach Berlin. Sie schauen auf ein Eisbärentrikot und erinnern sich. © Foto: Udo Kalms
Udo Kalms / 27.04.2020, 04:00 Uhr
Liepe Zuletzt war es im Januar dieses Jahres so weit.  Inzwischen wird ungeachtet der Corona-Krise längst das 2021 bevorstehende Jubiläum vorbereitet. Frei nach dem Puhdys-Song  "Hey, wir woll´n die Eisbären seh`n", werde es dann erneut eine Fahrt in die Mercedes-Benz-Arena geben, heißt es vom Organisationsteam.

"1992 waren wir das erste Mal bei den Eisbären", erinnert sich Bernd Haake, ein Fußball-Enthusiast und Urgestein der SG 49 Liepe. Er blickt zurück:  "Gestartet sind wir aber, ich glaube in der Saison 1990/1991, zu einem Hallen-Fußballturnier mit Berliner Teams. Nach zwei Jahren gefiel uns das nicht mehr. Wir wechselten zum Eishockey. Dann hat sich die Truppe ein Eishockey-Spiel der Eisbären, damals noch im Wellblech-Palast, angesehen. Die Stimmung war toll, uns hat es sofort gefallen, wir waren begeistert und wir sind die Jahre dabei geblieben."

Beim Lieper Sportverein wurde es nun zur Tradition: Einmal im Jahr, immer im Januar oder Februar, oft an einem Freitagabend, heißt es ab zum Eishockey-Spiel in Deutschlands Hauptstadt. Der Start erfolgte 1992 mit einem Bus, in dem 50 Männer, aber auch ein paar Frauen, saßen. Das Interesse stieg.  "Zeitweise fuhren dann sogar drei Busse mit rund 150 Personen, Männer, Frauen und Kinder an Bord. Ein richtiger Familienausflug", sagt Klaus Marschner, Vorsitzender der SG 49 Liepe und Bürgermeister. Auch er ist von Anfang an dabei. Bei den ersten Fahrten waren es zu 90 Prozent Lieper. Nach und nach sprach sich die Eishockey-Exkursion nach Berlin zum Jahresanfang herum – und es kamen nicht nur Einheimische mit, sondern auch Eisbärenfans aus Eberswalde, Oderberg, Hohensaaten, Falkenberg, Niederfinow und Finowfurt. "Wir hatten sogar schon Teilnehmer aus den alten Bundesländern dabei", bemerkt Bernd Haake.

Bei diesem jährlichen Berlin-Ausflug muss eine straffe Organisation und Arbeitsteilung erfolgen. Den Termin, wann gefahren wird, suchte früher Hans-Jürgen Haake heraus. Als er verstarb, übernahmen die Terminabsprachen Sohn Björn Haake und Klaus Marschner.

Das  Interesse an der jährlichen Fahrt zu den Eisbären ist ungebrochen. Die Neuen seien immer wieder überrascht und angetan von der besonderen Atmosphäre in der Berliner Eishockey-Arena und der unterhaltsamen Busfahrt zur Mercedes-Benz Arena und zurück, sagt Bernd Haake, der sich um die flüssige Nahrung für unterwegs kümmert.

"Einmal mussten wir bei einer Berlintour in Niederfinow wieder umkehren, weil ein Teilnehmer seine Eintrittskarten vergessen hatte. Das war uns eine Lehre, ab sofort wurde beim Start in Liepe nachgefragt, ob auch jeder seine Karte dabei hat", berichtet Klaus Marschner.

Geselliges Leben unterwegs

Es sei auch einmal vorgekommen, dass sich einige Barnimer Fans in der VIP-Loge verirrt hatten, ob ungewollt oder zielgerichtet, war nicht zu klären. Sie wurden aber schnell entdeckt und mussten umgehend diese Loge wieder verlassen. Dafür hatten sie bei der Rückfahrt einiges zu erzählen.

Für viele der mitfahrenden Eisbären-Enthusiasten ist es fast Pflicht, sich mit einem weiß-roten Fanschal auszustatten. Zu ihnen zählt der Lieper KfzMeister Frank Reimann, der ebenfalls seit 1992 dabei ist. "Das gesellige Leben außerhalb von Liepe bei dieser Tour finde  ich gut", sagt er.

"Früher oder später werden alle vom Eisbären-Bazillus angesteckt", erklärt Klaus Marschner die anhaltend gute Resonanz.

Wer Interesse hat, einmal zu einem Heimspiel der Eisbären mitzufahren, kann sich melden. Kontakt und Infos: Klaus Marschner, Telefon 033362 70274.

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