Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Tempelwald bei Borkwalde
Spaziergang durch die Zauche

Andreas Koska / 29.04.2020, 12:50 Uhr - Aktualisiert 29.04.2020, 14:21
Borkwalde (BRAWO) Frische Luft, Sonne - das sind Faktoren, die präventiv gegen das Corona-Virus helfen können. Mit entsprechenden Möglichkeiten sind wir in der Zauche reich gesegnet. Keine Gewaltmärsche aber kleine Spaziergänge an der frischen Luft, denn zwar kann der Weg das Ziel sein, aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ein Spaziergang zu einem Ziel mich eher motiviert.

Den einen Rundweg durch den Tempelwald habe ich vergangene Woche vorgestellt. Es gibt auch noch einen zweiten Rundwanderweg. Den möchte ich heute mit ihnen entlanggehen. Auch dieses Mal stellen wir das Fahrzeug an der Ecke Siebenbrüderweg/ Ernst-Thälmann-Straße ab.

Erst an der Gabelung bei der ersten Erläuterungstafel teilt sich der Weg. Während wir den "Grünen"-Rundweg schon kennen, geht es jetzt nach rechts, den braunen Pfeilen nach. Also bewegen wir uns weiterhin auf dem Spargelwanderweg in Richtung Borkheide.

Hier erfährt der Wanderer einiges über den Kiefernwald und die Gefahr, welche durch Monokulturen entstehen kann. Den Wert der Kiefer als der "Brotbaum" Brandenburgs und die heilsame Wirkung der ätherischen Öle aus den Nadeln und der Rinde. Unter anderem deshalb wird ein Waldspaziergang empfohlen.  Auch in den Herbst- und Wintermonaten lohnt es sich, durch die "dunklen Kiefernwälder", wie sie im "Brandenburg-Lied" besungen werden, zu wandern: Denn die Kiefernnadeln verströmen ätherische Öle, die die Atmung und die Sauerstoffaufnahme verbessern, antibakteriell wirken und das Immunsystem stärken. "Wandern Sie sich gesund in den heimischen Kiefernwäldern – herzlich willkommen", lädt Karl Tempel das ganze Jahr über in den Wald ein.

Nur rund 300 Meter weiter erläutert eine weitere Tafel den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Esskastanie, die Karl Tempel im gesamten Wald nachpflanzen lässt. Im Jahr 2018 war die Esskastanie auch als Marone bekannt, Baum des Jahres in Deutschland. Es folgt ein eingezäuntes Stück Wald, da hier neu gepflanzt worden ist und die Fläche vor Verbiss geschützt werden soll. Dahinter geht es nach links.

Hier wird über die Bienenhaltung im Wald aufgeklärt, hier sieht man auch die Bienenkästen, die es den Insekten erleichtern sollen, im Wald zu überleben. Auf einer dritten Tafel wird es erklärt. Hier geht es wieder nach links. Und langsam bewegen sich Wanderer in Richtung des Ausgangspunkts.

Noch einmal kurz links herum. Jetzt finden sich drei Erklärungstafeln in Form von Laubbaumblättern. Es wird über die Waldrandgestaltung und deren Sinn informiert. Das Eichenblatt erläutert  die Vogelwelt und weist auch auf die Fledermaus und den Wolf hin. Das Buchenblatt gibt über die eingesetzten Laubbäume Auskunft und die Linde erklärt uns was alles auf dem Waldboden "fleucht und kräucht". Nach etwa einer halben Stunde, in der man einiges über den Tempelwald und den hinter der Umwandlung steckendem Plan erfahren hat, kann es wieder in Richtung Auto gehen. Insgesamt ist man zwei Stunden im lockeren Spazierschritt unterwegs. Mit einer durch aromatische Öle gut gefüllten Lunge kann man sich beruhigt an den Kaffeetisch setzen.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG