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Handball
SV Eichstädt steigt freiwillig aus der Verbandsliga ab

Steigt freiwillig ab: der SV Eichstädt.
Steigt freiwillig ab: der SV Eichstädt. © Foto: Verein
OGA / 12.05.2020, 13:44 Uhr
Eichstädt (MOZ) Die Handballsaison fand am 12. März aufgrund der Corona-Pandemie ein abruptes Ende. Bis dahin hat die erste Männermannschaft des SV Eichstädt lediglich drei Siege sowie ein Remis einfahren können. Dem gegenüber standen 13 Niederlagen.

Eichstädt wurde in der Saison 2016/2017 Vizemeister in der Landesliga Nord und stieg nach dem Verzicht des Staffelsiegers Hansa Wittstock in die Verbandsliga Nord auf. Das Team aus Oberkrämer konnte sich drei Saisons in der zweithöchsten Spielklasse des Landes halten, jedoch meist im unteren Drittel der Tabelle.

"In der abgelaufenen Saison konnte die Mannschaft bereits Anfang Dezember so viele Zähler vorweisen, wie in der gesamten vorangegangenen Saison. Leider wurden wir durch einige verletzungsbedingte Ausfälle ausgebremst, daran anzuknüpfen. Um dies zu kompensieren, wurde das Team auch durch die Reservemannschaft aus der Kreisliga unterstützt", resümiert der Vereinsvorsitzende Tom Neumann.

Intensive Beratungen

Der Handball-Verband Brandenburg hat am 9. April die Saison für beendet erklärt und beschlossen, dass es in diesem Jahr keine Absteiger unter sportlichen Gesichtspunkten geben wird. Der SV Eichstädt hat sich nach zwei intensiven Beratungen dennoch für den freiwilligen Abstieg in die Landesliga entschieden. Dieser Schritt ist jedoch notwendig geworden, weil sich bei einigen Spielern die berufliche und bei anderen die familiäre Situation durch den eigenen Nachwuchs verändert hat. Auch haben sich einige Spieler bereiterklärt, die Jugendarbeit im Verein als Trainer zu unterstützen.

"Die Zeit in der Verbandsliga war für die Mannschaft eine großartige Erfahrung. Wir konnten bei vielen Spielen zeigen, dass wir als Underdog guten Handball spielen können. Leider konnte das nicht immer abgerufen werden. Die Personaldecke ließ es einfach nicht zu, als Gewinner vom Feld zu gehen", so der Mannschaftskapitän Dennis Kolewe. "In der neuen Landesliga-Saison wollen wir mit einem breit angelegten Kadar an die Spitze der Tabelle gelangen. Wir wollen unseren Fans endlich auch wieder zeigen, dass wir mehr als nur drei Spiele in der Saison gewinnen können", blickt Kolewe, der auch Männerwart des Vereins ist, voraus.

Keine zweite Männermannschaft

Die Vereinsführung respektiert die Entscheidung: "Ich bin stolz, dass wir den Weg gegangen sind und uns mit neuen Gegnern messen konnten. Ich weiß, dass das Team ein höheres Potential für diese Liga abrufen kann", so Neumann. Der Verein beschloss, keine zweite Männermannschaft im Kreisspielbetrieb zu melden.

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