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Kita-Gebühren
Nennhausen zahlt 9.000 Euro an Eltern zurück

Simone Weber / 18.05.2020, 07:30 Uhr
Nennhausen Seit 18. März sind Kitas und Schulen, Corona bedingt, geschlossen. Jetzt beschloss der Amtsausschuss, dass das Amt Nennhausen die Kita-Gebühren für die zweite Hälfte des Monats März an die Eltern zurückzahlt und ab April für die Dauer der Corona bedingten Schließzeit der Kitas aussetzt.

Der Amtsausschuss hat insgesamt über drei Stunden in der Aula der Nennhausener Grundschule getagt. Auf der Tagesordnung stand auch die mögliche Rückzahlung der Kita-Gebühren an die Eltern für die zweite Märzhälfte. "Auch wenn kein Rechtsanspruch auf Rückzahlung besteht, entschied sich der Amtsausschuss für diesen Vorschlag. "In den drei Kitas in kommunaler Trägerschaft in Nennhausen, Stechow und Garlitz sowie im Hort Nennhausen werden derzeit insgesamt 106 Kinder notbetreut. Von der Schließung sind derzeit insgesamt 169 Kinder ohne Betreuung betroffen", sagt Amtsdirektorin Ilka Lenke. "So zahlt das Amt für den halben Monat März Kita-Gebühren in Höhe von etwas mehr als 9.000 Euro zurück. Das Essensgeld wird mit den kommenden Monaten verrechnet."

Für die Personalkosten erhält das Amt weiterhin die entsprechenden Pauschalen vom Landkreis. Allerdings werden so nicht alle Kosten, die dem Amt entstehen, abgedeckt. Für die künftig monatlich fehlenden Elternbeiträge kann das Amt beim Bildungsministerium des Landes eine entsprechende Zuwendung beantragen. Pro Kind und Monat können im Krippenbereich 160 Euro, im Kindergartenbereich 125 Euro sowie im Hortbereich 80 Euro beim Land beantragt werden. "Teilweise sind die Eltern-Beiträge im konkreten Fall höher, als die mögliche Erstattung durch das Land", so Ilka Lenke weiter. "So entsteht eine monatliche Differenz, die das Amt auf jeden Fall tragen muss." Für April beantragt das Amt Nennhausen beim Land, über den Landkreis, 16.700 Euro. Allerdings besteht auch kein Rechtsanspruch der Erstattung dieser Summe. Die tatsächlich anfallenden Kosten betragen allerdings rund 19.700 Euro. Für April trägt also das Amt zusätzlich 3.000 Euro. Für März kann das Amt keine Zuwendung vom Land beantragen. Allerdings wird die Notbetreuung immer mehr ausgeweitet, dass das Amt hofft, dass die Differenz, die es tragen muss in den kommenden Monaten geringer als für den April ausfällt. Corona bedingt entstehen dem Amt noch zusätzliche Kosten für Kitas und Hort, wie entsprechende Schutzausrüstung und Hygienemittel.

"Dem Amtsausschuss war die Rückzahlung der Kita-Gebühren für die zweite Märzhälfte als solidarischer Gedanke wichtig. In der Zeit der Corona-Pandemie sollen so speziell die Eltern unterstützt werden. Viele von ihnen sind von Einschränkungen, wie Kurzarbeit, betroffen", so Ilka Lenke weiter. "Dieser Beschluss wurde trotz der Finanzschwäche des Amtes getroffen. Die Corona bedingten Ausfälle im Amtsbereich bezüglich Gewerbe- und Einkommenssteuer sind nicht abschätzbar."

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