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Molchowbrücke
Erster Schaden vor der Freigabe

Noch heißt es warten auf das Bauende.
Noch heißt es warten auf das Bauende. © Foto: Markus Kluge
Siegmar Trenkler / 25.05.2020, 18:09 Uhr
Molchow (MOZ) Die Brücke in Molchow ist noch nicht einmal offiziell für Fußgänger und Radfahrer freigegeben, da gibt es schon den ersten Schaden zu beklagen. Offenbar ist am Wochenende ein Boot gegen die Beschilderung gefahren, die unter der Brücke die Fahrrinne markiert, an die sich Bootsführer auf der Wasserstraße unter dem Bauwerk halten müssen. In der Stadtverwaltung ist der Vorfall laut Stadtsprecherin Michaela Ott bekannt. "Allerdings hat die Fontanestadt das Brückenbauwerk noch nicht übernommen, daher liegt die Verkehrssicherungspflicht noch bei der beauftragten Firma", sagte sie am Montag auf Nachfrage.

Dass die Stadt das Bauwerk aber noch gar nicht übernommen hat, ist ein deutlich größeres Problem als die verbogenen Schilder. Schließlich hatte Baudezernent Arne Krohn vor einigen Wochen eine erneute Verzögerung zugegeben und in Aussicht gestellt, dass die Brücke Anfang Juni fertiggestellt sein sollte (wir berichteten). Von Anfang des Monats ist aber mittlerweile keine Rede mehr. Laut Ott soll die Freigabe lediglich "im Juni" erfolgen. Grund für die Verschiebung ist ein Problem mit einigen Seilen, die den Stahlbogen mit der Fahrbahn verbinden. "Beim gegenwärtigen Bautenstand hat sich herausgestellt, dass einzelne Tragseile asynchron belastet werden. Der Grund dieser Asynchronität ist zur Zeit Gegenstand einer Untersuchung."

Im aktuellen Zustand darf die Brücke nicht benutzt werden. Um das zu ändern, wurde kurzerhand umgeschwenkt. "Um eine Nutzung der Brücke dennoch zu ermöglichen, haben wir uns entschieden, die Seile durch Zugstangen ersetzen zu lassen. Gegenwärtig laufen noch die prüfstatischen Berechnungen für den Austausch der Seile", kündigte Ott an. Der Austausch soll im Juni erfolgen.

Im Dorf jedenfalls ist die Erwartungshaltung an das Ende der Bauarbeiten groß. "Wir fiebern der Eröffnung entgegen. Die Brücke ist ja für uns eine sehr wichtige Verbindung", sagt Ortsvorsteher David Kissner am Montag. Ursprünglich sei daher auch geplant gewesen, die Freigabe groß zu feiern. Derzeit sei aber nicht klar, wie das unter den aktuell geltenden Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie umgesetzt werden könne.

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