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Trockenheit
Trotz Regens fehlt Flüssen in Südbrandenburg Wasser

Blick von der Stadtbrücke, dem Grenzübergang zwischen Frankfurt (Oder) und dem polnischen Slubice, auf große Sandbänke, die zwischen den Buhnen im niedrigen Wasser zum Vorschein gekommen sind.
Blick von der Stadtbrücke, dem Grenzübergang zwischen Frankfurt (Oder) und dem polnischen Slubice, auf große Sandbänke, die zwischen den Buhnen im niedrigen Wasser zum Vorschein gekommen sind. © Foto: Patrick Pleul/dpa
dpa / 28.05.2020, 14:55 Uhr
Cottbus/Potsdam (dpa) Der Regen der vergangenen Tage in Südbrandenburg hat nicht ausgereicht, um die Wassersituation zu entspannen.

Zu dieser Einschätzung kommt die länderübergreifende Arbeitsgruppe "Extremsituation", die regelmäßig tagt. Die Situation bei Wasserständen und Abflüssen im Gebiet von Spree und Schwarzer Elster bleibe angespannt, teilten die Experten am Donnerstag mit. Wegen der extremen Trockenheit und unzureichend gefüllter Speicher erfolge die Wasserbewirtschaftung im Spreegebiet im dritten Jahr in Folge unter Extrembedingungen.

Auch im Monat Mai 2020 fiel demnach deutlich weniger Niederschlag. So wurde an der Station Cottbus lediglich 44 Prozent der monatlichen Niederschlagssumme gemessen. Da mehr Wasser aus der Talsperre Spremberg zur Stützung der Spree gebraucht wurde, habe das zu einer deutlichen Reduzierung des Wasserstandes geführt. Zudem verdunste mit steigenden Temperaturen auch mehr Wasser, hieß es weiter.

Zur Stabilisierung des Spreegebietes werden nach Angaben der Arbeitsgruppe ab sofort auch die Speicherbecken Bärwalde und Lohsa I in Sachsen hinzugezogen. Der Abfluss in der Spree am Unterpegel Leibsch beträgt derzeit 2,04 Kubikmeter pro Sekunde und liegt damit deutlich unter dem mittleren Abfluss für den Monat Mai von 9,37 Kubikmetern pro Sekunde, wie die Arbeitsgruppe weiter mitteilte.

Im oberen Einzugsgebiet der Spree in Sachsen bleibt die Lage ebenfalls ernst. Die Talsperren und die Bergbauspeicher stehen weiterhin nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Talsperre Bautzen ist den Angaben zufolge aktuell nur zu 72 Prozent gefüllt, die Talsperre Quitzdorf steht aufgrund der Trockenheit nicht zur Verfügung.

Auch an der Schwarzen Elster hat sich die Lage verschlechtert: Der Fluss führt auf einem sehr niedrigen Niveau Wasser. An der Landesgrenze zu Brandenburg liege der Fluss bereits trocken.

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