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zur Absage der Einheitsfeier
Wir – ohne einander

Claudia Duda
Claudia Duda © Foto: Gerd Markert/MOZ
Meinung
Claudia Duda / 28.05.2020, 19:53 Uhr - Aktualisiert 28.05.2020, 20:05
Potsdam (MOZ) Die Nachricht kam nicht überraschend: Es wird keine großen Feierlichkeiten zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit geben.

Es sollte ein rauschendes Fest werden, eine halbe Million Besucher aus Deutschland und der Welt wurden in Brandenburgs Landeshauptstadt erwartet. Ministerpräsident Dietmar Woidke hätte als aktueller Bundesratspräsident als Gastgeber fungieren dürfen – eine Gelegenheit, die vermutlich erst in 16 Jahren wiederkommt, wenn Brandenburg erneut die Ratspräsidentschaft übernimmt.

Viele Menschen im Osten haben nach schweren Verlusten und Entbehrungen eine starke Aufbauleistung erbracht, das hätte ein großes Fest verdient. "Wir – miteinander" hieß das Motto. Die Absage ist den Verantwortlichen zweifellos schwer gefallen, doch sie ist konsequent. Großveranstaltungen stellen ein zu großes Risiko dar. Was jedoch als Alternative präsentiert wurde, scheint mehr als dürftig. Neben dem Ausstellungskonzept bedarf es noch einiger kreativer Ideen, um die Bürgerinnen und Bürger für das Jubiläum zu interessieren. Mit Dankbarkeit und Stolz gilt es zurück und in die Zukunft zu blicken – auch ohne einander.

Zum Artikel: Bürgerfest zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit abgesagt

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