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Corona-Lockerungen
Schwimmhallen in Eisenhüttenstadt und Neuzelle bleiben vorerst geschlossen

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Folgt © Foto: Dietmar Puttins
Janet Neiser / 28.05.2020, 21:15 Uhr - Aktualisiert 29.05.2020, 08:18
Eisenhüttenstadt (MOZ) Endlich in der Schwimmhalle abtauchen oder im Freibad ein paar Bahnen ziehen – das ist der Wunsch vieler Brandenburger. Die Bundesländer haben im Zuge der Corona-Lockerungen unterschiedliche Zeitpläne für die Öffnung von Frei- und Hallenbädern aufgestellt. In Berlin konnten Frei- und Strandbäder ab dem 25. Mai unter Auflagen öffnen. In Nordrhein-Westfalen wird in Freibädern seit dem 20. Mai geschwommen. In Brandenburg können Freibad-Anlagen seit 28. Mai wieder genutzt werden. Hallenbäder und Saunen können ab 13. Juni den Betrieb aufnehmen. Doch all das bleiben Kann-Bestimmungen.

Eisenhüttenstädter Inselbad-Fans und Neuzeller Freibad-Enthusiasten müssen sich jedenfalls noch gedulden. "Das Freibad macht noch nicht sofort auf", erklärte Neuzelles Amtsdirektor Hans-Georg Köhler am Donnerstag. Unter den geltenden Auflagen sei ein Betrieb so nicht machbar. Er geht aber davon aus, dass es eine Freibad-Saison 2020 geben wird. In den nächsten Tagen werde es dazu weitere Gespräche geben, auch mit den Stadtwerken Eisenhüttenstadt, die über die Eisenhüttenstädter Freizeit- und Erholungs GmbH für das Inselbad zuständig sind.

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Robert Böswetter, Geschäftsführer der Stadtwerke, ist zurückhaltend optimistisch. "Wir bereiten uns vor, machen Wiedereröffnungspläne für das Inselbad und gehen davon aus, dass wir Teile des Bades eröffnen werden – voraussichtlich irgendwann im Juni." Ein genaues Datum kann er noch nicht nennen. Es gebe keine verbindlichen Richtlinien für die Wiederöffnung, sondern nur durchaus sinnvolle Empfehlungen. Generell herrsche derzeit eine große Unsicherheit bei den Brandenburger Bädern.

Böswetter betont, dass es gar nicht möglich sei, ein Bad nach so langer Schließzeit von heute auf morgen wieder zu öffnen. "Wir brauchen da eine Vorlaufzeit." Bestätigt wird dies von Christian Ochsenbauer, dem Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. Er erklärte jüngst gegenüber Deutschlandfunk, Schwimmbäder brauchen eine Vorlaufzeit von etwa drei Wochen, um beispielsweise die technischen Anlagen hochzufahren sowie die Hygiene von Bade- und Trinkwasser sicherzustellen. Hinzu kommt laut Robert Böswetter, sämtliche Pläne, die das Inselbad mache, müssten mit dem Gesundheitsamt abgestimmt werden.

Inselbad öffnet dann mit Beschränkungen

Wenn das Inselbad öffnet, wird es nach Angaben des Geschäftsführers Kapazitätseinschränkungen geben. "Das hängt mit den Abstandsregeln zusammen." Umgesetzt werden sollen diese Einschränkungen über die Umkleideschränke, die dann nur in begrenzter Zahl verfügbar sein werden. Hinzu kommen zeitliche Begrenzungen. "Wir werden sicherlich keine Tageskarten ausgeben. Es wäre unfair, wenn einer den ganzen Tag schwimmen kann und ein anderer gar nicht", sagt er. Zudem müssen Karten reserviert werden. Wie das vonstatten gehen soll, dazu gibt es noch Überlegungen. Damit auch mögliche Infektionsketten zurückverfolgt werden können, werden Besucher gebeten, den Namen und die Adresse anzugeben. "Wir werden außerdem Laufwege festlegen, sodass sich die Besucher möglichst wenig begegnen. Und alles wird regelmäßig desinfiziert."

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Das Inselbadhat Geburtstag

Im April des Jahres 2000, also vor 20 Jahren, wurde in Eisenhüttenstadt gefeiert. Seitdem trägt die zu einem Freizeitbad umgebaute Schwimmhalle den Namen Inselbad. In den Monaten vor der Eröffnung war ein Anbau entstanden. Ab sofort stand zusätzlich zum nun in Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich geteilten Becken ein großer Freizeitbereich mit Rutsche, Strömungskanal, Whirlpool, Babybecken sowie Gastronomie zur Verfügung. Die eigentliche Volksschwimmhalle war 1978 eröffnet worden.⇥red

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