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Neueröffnung
Neues Milcheiscafé zieht in die Altstadt von Angermünde

Daniela Windolff / 29.05.2020, 03:00 Uhr - Aktualisiert 29.05.2020, 08:09
Angermünde (MOZ) Wo bisher Zimmer gebucht, nach dem Weg und Sehenswürdigkeiten gefragt und Radwanderkarten gekauft werden, kann man jetzt Milchshakes schlürfen, Eis schlecken und beim Stadtbummel gemütlich entspannen, den einen oder anderen Ausflugs- und Geheimtipp dazu gibt es weiterhin. In die ehemalige Angermünder Touristinformation in der Brüderstraße, Ecke Hoher Steinweg, ist ein Milchladen mit Café eingezogen.

Das markante historische Fachwerkhäuschen im Herzen der Angermünder Altstadt bleibt somit ein Anlaufpunkt für Touristen und sicher auch viele Einheimische. Das war Wunsch und Bedingung der Stadtverordneten, als sie dem Umzug der Touristinformation unter das Dach des künftigen Museums im Haus Uckermark zustimmten. Auf die Ausschreibung für dieses stadtbildprägende Objekt vor sechs Jahren hatten sich drei Bewerber mit ganz unterschiedlichen Konzepten gemeldet, erinnert Wolfgang Krakow, damals Bürgermeister der Stadt und Wegbereiter.

Den Zuschlag erhielt Gunnar Hemme. Mit dem Schmargendorfer Milchmann wurde nicht nur ein einheimischer Investor gefunden, sondern auch ein neuer Besuchermagnet geschaffen, der Menschen in die Innenstadt lockt und mit dem Konzept eines Milchladens und Cafés mit ausschließlich heimischen Produkten dem Trend zur Regionalität und Nachhaltigkeit entspricht.

Auch die Mitarbeiter sind bekannte Gesichter von hier. Betreiberin  des Cafés ist Sabine Adam, bisher Inhaberin vom Café Kobi gegenüber. Das hat sie zum 1. Juni verkauft, weil es der 61-Jährigen mit zehn Angestellten zu groß wurde. Das Café Kobi wird von neuem Eigentümer künftig als Bistro Kobi weitergeführt.

"Dieses kleine Milcheiscafé hier ist genau das, was ich mir wünsche", schwärmt Sabine Adam schon wieder voller Tatendrang als Wirtin mit Herz und Seele. Ihre vertrautesten langjährigen Mitarbeiterinnen Mandy Quasdorf und Gundula Belz sind mit ihr gekommen und haben schon bei der Renovierung und Gestaltung des neuen Cafés Kraft, Ideen und Herzblut eingebracht.

Zur kleinen Einweihungsfeier am Donnerstag kamen nicht nur Wolfgang Krakow, nunmehr als Vorsitzender des Stadtverordnetenversammlung und Aufsichtsratsvorsitzender der Kommunalen Gebäudemanagementgesellschaft, die die Stadt bei der Entwicklung und Umnutzung der Immobilie unterstützte, sondern natürlich auch Bürgermeister Frederik Bewer. Er dankte nicht nur dem neuen Betreiberteam für seinen Unternehmermut, sondern auch dem Tourismusverein, der Platz für den Umbau machte, obwohl sich der eigene Umzug ins Haus Uckermark verzögert. Mit Genugtuung beobachte Bewer, wie sich die Altstadt wieder mit neuen Geschäften belebt.

Am Sonnabend wird das Milcheiscafé eröffnet

"Unsere Unternehmer machen die Stadt lebens- und liebenswert. Als kleine symbolische Unterstützung in der schweren Corona-Zeit haben wir allen die Gebühren für den Außenbetrieb erlassen", sagt Frederik Bewer. Wenn das Milcheiscafé von Hemme am Sonnabend zum ersten Mal öffnet, lädt auch ein kleines Straßencafé ein. "Die Innenstadt noch attraktiver zu machen, geht nur gemeinsam. Das ist ein Schneeballeffekt. Was Besucher anzieht, zieht auch Unternehmen an", sagt Gunnar Hemme.

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