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Petition übergeben
2267 Unterschriften für Klinik-Erhalt in Lehnin

MdL Udo Wernitz hat im Petitionsausschuss die Lehniner Petition an die stellvertretende Vorsitzende Bettina Fortunato übergeben.
MdL Udo Wernitz hat im Petitionsausschuss die Lehniner Petition an die stellvertretende Vorsitzende Bettina Fortunato übergeben. © Foto: Privat
BRAWO / 29.05.2020, 12:00 Uhr
Lehnin Ein beeindruckendes Ergebnis hat der SPD-Landtagsabgeordnete Udo Wernitz nach Potsdam tragen können: Im Petitionsausschuss überreichte er die in sechs Wochen gesammelten 2.267 Unterschriften zur Petition "Klinik für Innere Medizin in Lehnin erhalten! Schleichenden Untergang des Gesundheitsstandortes Lehnin verhindern! Präventionssport nicht in Gefahr bringen! Koalitionsvertrag erfüllen!"

Kern der Petition ist die Aufforderung an die Landesregierung, den Koalitionsvertrag zu erfüllen und alle Krankenhausstandort zu erhalten. Nachdem sechs Erstunterzeichner die Petition am 06. April eingereicht hatten, begann die Unterschriftensammlung. Initiiert hatte die Petition Ramona Henseler aus Damsdorf. Über facebook suchte sie jemanden, der ihr bei der Formulierung hilft.

Da die anderen Erstunterzeichner als Politiker und Ärzte im Thema standen und schon mehrere Gespräche mit der Geschäftsleitung der Diakonie sowie mit dem Bürgermeister Uwe Brückner  geführt hatten, erstellten sie den Text der Petition. Wegen der Einschränkungsmaßnahmen war es schwer, persönlich Unterschriften auf Listen zu sammeln, wenn man nicht gegen die Auflagen verstoßen wollte.

Andreas Thomas Klauner erklärte sich bereit, die Petition auf die Internetplattform von weACT zu stellen.  Hier unterzeichneten bis zum 24. Mai  1.721 Bürgerinnen und Bürger. 556 Unterschriften kamen durch die Listensammlung zusammen.

Unterstützt wurde die Unterschriftensammlung durch den Kreissportbund und das Evangelische Pfarramt Plötzin, das die Petition in der Maiausgabe des Gemeindebriefes veröffentlichte.

Dr. Andreas Bernig (Die Linke): "Nach demoskopisch-soziologischen Kriterien ist das ein sehr gutes Ergebnis. Bleibt zu hoffen, dass die Petition Wirkung zeigt und die Landesregierung die Koordinierung/Moderation  der Maßnahmen zur Erhaltung der Krankenhausstandortes  übernimmt!"

Eine der vielen Meinungsäußerungen auf der Internetplattform – von Mitarbeitern des Klinikums Brandenburg – bringt es auf den Punkt: "Wir, im Klinikum Brandenburg an der Havel, stoßen fast täglich an unsere Grenzen. Oftmals haben wir kein einziges freies Bett mehr. Wenn jetzt noch zusätzliche Patienten aus Lehnin kommen, wissen wir nicht mehr, wohin mit den Leuten. Die Patienten verbringen fertig diagnostiziert und unbehandelt Stunden sinnlos in unserer Rettungsstelle, weil es keine freien Betten gibt. Kleine Krankenhäuser halten die ländliche Region am Leben und entlasten die etwas größeren Kliniken. Ohne sie geht es nicht."

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