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Fantastisches in feinen Linien
Brandenburgerin Laura Hari stellt Illustrationen auf dem Marienberg aus

Chronologisch hat Laura Hari die 18 schwarz-weiß- und zwei Cover-Illustrationen ihres zweiten Buches "Malon Meerpon: Mayapán" im Restaurant auf dem Marienberg aufgehangen. Die Besucher können so bei einem Kaffee die kleinen Details jedes Bildes entdecken.
Chronologisch hat Laura Hari die 18 schwarz-weiß- und zwei Cover-Illustrationen ihres zweiten Buches "Malon Meerpon: Mayapán" im Restaurant auf dem Marienberg aufgehangen. Die Besucher können so bei einem Kaffee die kleinen Details jedes Bildes entdecken. © Foto: A. Gebhardt
Alexandra Gebhardt / 29.05.2020, 15:00 Uhr - Aktualisiert 02.06.2020, 08:27
Brandenburg an der Havel (MOZ) Laura Hari kennen die meisten Brandenburger als Kinder- und Jugendbuchautorin. Erst im April hat sie ihr zweites Werk "Malon Meerpol: Mayapán" veröffentlicht. Und das macht eines  deutlich: Hari lebt ihre Kreativität nicht nur literarisch, sondern auch künstlerisch aus. 18 Illustrationen aus der Hand der 37-Jährigen sind in dem Buch zu finden. Alle in schwarz-weiß und im monochromen Stil in Form von Hunderten feinen Linien. Zu sehen sind sie zusammen mit den beiden farbig gestalteten Bildern des Covers ab sofort im Restaurant auf dem Marienberg.

"Schon die Aquarelle meines ersten Buches ‚Der Tag, an dem ein Delphin-Zebra-Schmetterling vom Papier verschwand’ hingen hier einige Monate und wurden gut angenommen. Deshalb wollte ich die Originale zu ‚Malon Meerpol: Mayapán’ ebenfalls hier zeigen. Und das eigentlich schon mit dem Erscheinungsdatum des Buches", so Hari, die nun froh ist, dass ihre Werke trotz zweimonatiger Corona-Verspätung ihren Platz im Restaurant von Constanze Neubert eingenommen haben.

Chronologisch aufgehangen, erzählen sie die Geschichte des jungen Malon Meerpol, der durch ein  Blaues Buch in die fantastische Parallelwelt von Mayapán eintaucht. Jede Illustration gehört dabei zu einem Kapitel und erzählt bildnerisch über kleinste Details, was auf den Seiten beschrieben wird. Zeichnerisch eine echte Herausforderung. Selbst für Laura Hari, die seit ihrer Kindheit zeichnet und neben dem Medizinstudium auch einen Abschluss in Bildender Kunst in Berlin gemacht hat. Denn der Autumnus Verlag, in dem das Buch erschienen ist, druckt Kinder- und Jugendbücher seltener mit farbigen Illustrationen. Primär in schwarz-weiß. "Ich musste mir also ein Konzept überleben", so Hari, die sich mit ihrer Entscheidung auf komplettes Neuland begibt.

In monochromer Art zeichnet sie alle 18 Illustrationen Linie für Linie mit Finelinern in den unterschiedlichsten Stärken. Für ein Bild benötigt sie zwischen 35 und 40 Stunden. "Ich habe zunächst eine grobe Vorzeichnung aus zarten Bleistiftlinien zur Orientierung angelegtund dann die filigrane, durch die Linie dominierte Zeichnung mit Fineliner angefertigt. Dabei ist natürlich immer absolute Konzentration gefragt, denn man kann ja nicht ausradieren." Letztendlich gelingt es Hari jedoch, kein Bild ausschließen zu müssen. Alle Werke werden erfolgreich zu Ende geführt.

Inspiration dafür liefern ihr sowohl Realität als auch Fantasie. "Eine Maya-Stele zum Beispiel zeichnet man ja nicht aus dem Kopf. Deshalb habe ich oft Fotos als Vorlage genommen und sie mit künstlerischer Freiheit nach meinen Vorstellungen ergänzt. Die Gesichter für Malon und seinen Vater habe ich mir etwa aus dem Freundeskreis geliehen", erklärt die Brandenburgerin ihre Arbeitsweise für die filigranen  Kunstwerke, die dazu einladen, bei einem Kaffee genauer entdeckt zu werden – und Lust machen, gleich selbst den Stift in die Hand zu nehmen.

So wie Laura Hari, die derzeit schon fleißig an ihren dritten Buch arbeitet. "Ich habe schon gut 200 Seiten geschrieben und hoffe es im Sommer fertigstellen zu können. Dieses Mal wird sich alles um eine weibliche Hauptrolle drehen. Es bleibt jedoch Fantastisch", verriet Hari.

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