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Afrikanische Schweinepest
Zu viele Wildschweine in Oder-Spree-Region

Die Hobby-Jäger in Oder-Spree können die große Zahl der Wildschweine im Landkreis Oder-Spree nicht wirksam dezimieren.
Die Hobby-Jäger in Oder-Spree können die große Zahl der Wildschweine im Landkreis Oder-Spree nicht wirksam dezimieren. © Foto: Lino Mirgeler/dpa
Olaf Gardt / 29.05.2020, 20:57 Uhr - Aktualisiert 29.05.2020, 22:18
Beeskow (MOZ) Veterinäramtsleiterin Petra Senger hat vor dem Kreisentwicklungsausschuss noch einmal für den Verzehr von Wildfleisch geworben. Im Kreis gebe es eine gesunde, aber viel zu große Population von Wildschweinen, erklärte sie. Angesichts eines drohenden Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest sei es wichtig, die Bestände jetzt zu dezimieren und das Fleisch zu verwerten.

Senger lobt dabei das Engagement der Jäger. Die Verdopplung der Trichinenschauen bei Wildschweinen auf 900 im Monat sei dafür ein Zeichen. Allerdings seien die hiesigen Jäger der Aufgabe nicht gewachsen, da sie die Jagd als reines Hobby ausführten. "Wir haben keine Berufsjäger". Die Amtstierärztin verteidigte vor dem Ausschuss die Anschaffung von Fallen zur Wildschweinjagd. Diese würden nur dort eingesetzt, wo Bejagung und vor allem Bergung der geschossenen Tiere sonst nicht möglich seien. Die Jäger, die Fallen nutzen, seien besonders geschult, die Fallen selbst ständig videoüberwacht.

Den Ausschussmitgliedern machte die Amtstierärztin auch die Folgen eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest deutlich. In Polen sei das Virus im März in einem Hausschweinbestand aufgetreten. 23 700 Tiere mussten innerhalb von drei Tagen gekeult werden. Aus dem Bestand waren zuvor einige Läufer in einen Mastbetrieb geliefert worden. Dort mussten zwei Wochen später 10 000 Schweine getötet und entsorgt werden.

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