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Brandenburg "Einst und jetzt"
Warum die Nikolaikirche zum Krematorium werden sollte

Th. Messerschmidt / 30.05.2020, 15:00 Uhr
Brandenburg an der Havel (MOZ) "Die einschneidende Maßnahme des Krankenhauserweiterungsbaus im Rahmen des südlichen Marienberggeländes wird durch ein städtebildlich gleich bedeutsames Vorhaben auf der Nordseite des Marienberges ergänzt: es handelt sich hierbei um die Neuanlage des Hauptfriedhofes mit Krematorium", heißt es in dem 1926 im DARI-Verlag erschienen und vom Magistrat herausgegebenen Buch "Brandenburg (Havel)", in dem ausführlich die Vorgeschichte der nun bald hundertjährigen Anlage geschildert wird: "Seit etwa einem Menschenalter ist in einer Reihe deutscher Städte das Bestreben zutage getreten, das Friedhofswesen nicht bloß in gesundheitlicher Beziehung, sondern auch in Bezug auf die schönheitliche und ethische Ausgestaltung zu verbessern...  Da tauchte – wie in so vielen anderen Städten – auch in Brandenburg die Frage der Feuerbestattung auf und wurde gefördert durch eine große Zahl besonders rühriger Anhänger der Feuerbestattungs-Bewegung. So wurde am 28. Februar 1920 der Verein für Feuerbestattung in Brandenburg gegründet, der es sich zum Ziele setzte, möglichst schnell auch in Brandenburg ein Krematorium zur Erbauung zu bringen. Im März 1921 tat dieser Verein den ersten wichtigen Schritt durch Überreichung einer Denkschrift an den Magistrat, in welcher die unzulänglichen Verhältnisse des Brandenburger Bestattungswesens dargelegt und auf die beschleunigte Neuanlage eines städtischen Hauptfriedhofes mit Einäscherungsmöglichkeit hingewiesen wurde. Als Bauplätze in Vorschlag gebracht wurden die Geländestücke am Siloer Exerzierplatz oder am Neuendorfer Exerzierplatz und eine größere Waldparzelle am Görden. Sollte sich eine neue Hauptfriedhofsanlage etwa am Görden nicht verwirklichen lassen, so sollte der Magistrat sich doch beschleunigt die Errichtung eines Krematoriums, ohne den Gedanken eines Hauptfriedhofes, auf dem Nikolaifriedhof angelegen sein lassen. Die alte Nikolaikirche, so sagt die Denkschrift, eignet sich ganz besonders zum Einbau eines Krematoriums und zur Benutzung als Aussegnungshalle…"

Die Fortsetzung dazu lesen Sie nächsten Samstag bzw. in der nächsten BRAWO am Sonntag.

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