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Kommunalpolitik
Spazierweg in Storkow von Karlslust in die Altstadt

Spazierweg am See: Die Promenade in Karlslust. Nun soll eine Verlängerung in Richtung Altstadt geprüft werden.
Spazierweg am See: Die Promenade in Karlslust. Nun soll eine Verlängerung in Richtung Altstadt geprüft werden. © Foto: Bernhard Schwiete
Bernhard Schwiete / 31.05.2020, 05:00 Uhr - Aktualisiert 31.05.2020, 08:08
Storkow (MOZ) Mit den Worten "Wir wollen den See erlebbar machen", hat Jörg Kowalsky am Donnerstagabend den Antrag begründet, den er mit seiner Fraktion Neues Storkow in die jüngste Sitzungsrunde der Storkower Stadtverordnetenversammlung eingebracht hatte. "Ein möglichst umfassender Zugang zum See wäre daher schön", ergänzte er. Mit ihrem Vorstoß stieß die Fraktion auf große Zustimmung. Bei zwei Enthaltungen durch Stadtverordneten-Vorsteher Heinz Bredahl (SPD) und Thomas Hilpmann (Freie Wählergemeinschaft) wurde der Antrag ohne Gegenstimme angenommen.

Worum geht es? Wer am Storkower See spazieren gehen will, kann dies im Stadtteil Karlslust bislang auf der Seepromenade tun. Aus südöstlicher Richtung kommend beginnt sie am Hotel Karlslust, führt dann in Richtung Badestrand und endet auf Höhe Fritz-Reuter-Straße. Der Antrag von Neues Storkow hat zum Ziel, den Weg deutlich zu verlängern. Nach Möglichkeit soll eine durchgehende Verbindung in Richtung Festwiese und darüber hinaus entstehen, bis zum vorhandenen Fußweg entlang des Mühlenfließes und in die Altstadt. Nach Ansicht der Fraktion Neues Storkow könnte es dadurch auch neue Impulse zur Innenstadtentwicklung geben.

Bei einer vorangegangenen Diskussion im Bau- und Umweltausschuss hatte Kowalsky auch einen Vergleich gezogen zu Bad Saarow und Müllrose, wo es vergleichbare Verbindungen zum Spazierengehen am Wasser bereits gebe. Sein Fraktionskollege Detlev Nutsch ergänzte damals, ein solcher Weg sei bei der Erstellung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Insek) von vielen Bürgern als Wunsch geäußert worden. "Es ist unsere Aufgabe, dem Rechnung zu tragen", sagte er. Wie Bauamtsleiter Christopher Eichwald im Ausschuss sagte, sind 15 000 Euro für entsprechende Planungsarbeiten bereits im Haushalt eingestellt.

Mit lobenden Worten äußerte sich in der Stadtverordnetenversammlung Fred Rengert (CDU). "Ich finde das super und überfällig für eine Stadt, die teilweise vom Tourismus leben will", sagte er. Andere regten Ergänzungen an. Bredahl forderte, die Beleuchtung der vorhandenen Promenade vom Badestrand bis zur Karlsluster Straße sei mangelhaft und müsse erneuert werden. Christina Gericke (Freie Wählergemeinschaft) schlug vor, auch über eine Neugestaltung der Seestraße und der Friedrich-Engels-Straße am Westufer der Storkower Sees nachzudenken.

Vielköpfige Planungsgruppe

Wie geht es nun weiter? Gemäß dem Antrag soll eine Planungsgruppe gebildet werden, der Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig (SPD), Bauamtsleiter Eichwald, Kowalsky als Vorsitzender des Bau- und Umweltausschusses, je ein Vertreter jeder Fraktion, ein Vertreter der Senioren, ein Vertreter der Jugendlichen und ein Umwelt-Interessenvertreter angehören. Für letzteren Platz schlägt Neues Storkow in seinem Antrag den Leiter des Naturparks Dahme-Heideseen, Gunnar Heyne, oder Imker Holger Ackermann aus Groß Schauen vor. Hans-Werner Bischof (SPD) regte in der Stadtverordnetenversammlung an, auch jemanden aus dem Tourismusbereich hinzuzuziehen. "Zur Not wäre ich als Vorsitzender des Finanz- und Tourismusausschusses dazu bereit", sagte er.

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