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Erziehung
Wegen Vorschriften kaum freie Kita-Plätze in Bad Saarow

Kinder spielen am in einer Kinderkrippe.
Kinder spielen am in einer Kinderkrippe. © Foto: Julian Stratenschulte
MOZ / 31.05.2020, 05:45 Uhr - Aktualisiert 31.05.2020, 09:57
Bad Saarow (MOZ) Die vom Land beschlossene Rückkehr zum eingeschränkten Regelbetrieb in den Kitas stellt die Betreiber offenbar teilweise vor unlösbare Probleme – und damit auch die betroffenen Familien. Der Amtsdirektor des Amtes Scharmützelsee, Christian Riecke, berichtet, unter den gegebenen Umständen seien kaum Plätze frei.

In der größten Einrichtung im Amt, der Kita Abenteuerland in Bad Saarow, waren demnach bislang im Krippenbereich 26 Kinder in der Notbetreuung. Da es enge Vorschriften für die Zahl der Kinder pro Raum gibt, seien noch acht Plätze frei. In allen anderen Bereichen ist die Lage noch viel dramatischer. Im Kindergartenbereich im Abenteuerland, bei den Drei- bis Sechsjährigen, stehen laut Riecke noch drei Plätze zur Verfügung, im Hort keiner.

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Ebenfalls ausgebucht seien die Kitas in Petersdorf und in Langewahl. In der Kita in Wendisch Rietz war am Freitag noch ein einziger Platz im Kindergartenbereich zu haben. "Die Öffnungsstufen sind theoretisch gut gedacht. Aber die Maßnahmen sind nicht stimmig", sagt Riecke. "Um mehr Kinder aufzunehmen, bräuchten wir mehr Personal und mehr Räume. Beides ist unrealistisch."

Dass die Allgemeinverfügung des Landkreises Oder-Spree in diesem Punkt nicht umsetzbar sei, habe er bereits Landrat Rolf Lindemann mitgeteilt, so der Amtsdirektor weiter. Er selber würde unter Abwägung aller Risiken eine lockerere Handhabung befürworten. "Wir sollten möglichst vielen Kindern den Kita-Besuch ermöglichen. Die momentane Situation ist weder für Eltern noch für Kinder gut." Es gehe auch um frühkindliche Bildung. Dass der Platzmangel in den Kitas in Bad Saarow und Umgebung besonders groß ist, liegt nach Auffassung von Riecke auch daran, dass dort wegen des Helios-Klinikums besonders viele Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Vergeben werden die wenigen freien Plätze im Amt Scharmützelsee an die Eltern, die sich als erste melden. "Eine andere Gewichtung ist laut Amtsdirektor nicht möglich.

Auch Storkow vor Stopp

In der Stadt Storkow ist die Lage nicht viel anders. "Eine Betreuung im Rahmen des eingeschränkten Regelbetriebes kann Stand heute in keiner unserer drei Einrichtungen gewährt werden", sagte Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig vor den Stadtverordneten. Grund seien die Hygienevorgaben, die einzuhalten seien. Sie gehe davon aus, dass spätestens übernächste Woche ein Aufnahmestopp verhängt werden müsse.

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