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Katastrophenschutz
Katamaran an Wasserretter in MOL übergeben

Am Stienitzsee wurde jetzt das neue Mehrzweckboot des Landkreises MOL an die DLRG Hennickendorf übergeben. Acht Meter lang und bis zu 60 Stundenkilometern schnell ist dieser Rettungskatamaran für Märkisch-Oderland.
Am Stienitzsee wurde jetzt das neue Mehrzweckboot des Landkreises MOL an die DLRG Hennickendorf übergeben. Acht Meter lang und bis zu 60 Stundenkilometern schnell ist dieser Rettungskatamaran für Märkisch-Oderland. © Foto: Landkreis Märkisch-Oderland
Uwe Spranger / 01.06.2020, 03:00 Uhr
Hennickendorf (MOZ) Angekommen war es schon vor einigen Wochen, nun wurde es nach Testfahrten und Inspektion offiziell in Dienst gestellt: Landrat Gernot Schmidt hat am Freitag am Stienitzsee das neue Mehrzweckboot des Landkreises an die Hennickendorfer Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG)  übergeben.

Das Boot, ein Katamaran, entstand in einer Rostocker Werft und ist speziell für die Anforderungen im Brandenburger Katastrophenschutz konfiguriert. Es ist rund acht Meter lang, wiegt etwa zwei Tonnen, trägt bis zu zwölf Personen und erreicht mit seinen zwei 80-PS-Außenbordmotoren eine maximale Geschwindigkeit von rund 60 Stundenkilometern.

Laut Kreissprecher Thomas Berendt baut der Landkreis derzeit eine Schnelleinsatzgruppe (SEG) Wassergefahren auf, die Gefahren und Schadenslagen an und auf Gewässern abwehren bzw. bekämpfen soll. Märkisch-Oderland habe neben der Oder vor allem in der Region Rüdersdorf viele öffentliche Gewässer, wo potenzielle Gefahren lauern, die den Einsatz des Bootes erforderlich machen könnten.

Die genannte SEG besteht nach Berendts Angaben gemäß Katastrophenschutzverordnung des Landes aus zwei Teileinheiten. Die erste, die Teileinheit Wassergefahren, werde durch die DLRG  Hennickendorf gestellt und über das Mehrzweckboot und einen Gerätewagen Wassergefahren verfügen. Nachdem das Boot als erster technischer Bestandteil an die aus sechs Helfern bestehende Einheit übergeben wurde, wird der Gerätewagen Wassergefahren beschafft. Er wird wie das Boot vom Land Brandenburg mit 70 Prozent gefördert. Der Landkreis habe gemeinsam mit dem Land rund 84 000 Euro in die Ausstattung seiner Katastrophenschutzeinheiten investiert.

Zukünftig soll die SEG-Wassergefahren um eine Teileinheit Tauchen und eventuell um eine Teil-einheit Wasserrettung erweitert werden, kündigte Berendt an.

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