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Verkehrsplanung
Freienhagener fordern Erhalt der Straße nach Malz

Nahezu unbefahrbar: Die Freienhagener Straße ist einem desolaten Zustand und deshalb seit März 2019 gesperrt.
Nahezu unbefahrbar: Die Freienhagener Straße ist einem desolaten Zustand und deshalb seit März 2019 gesperrt. © Foto: Friedhelm Brennecke
Klaus D. Grote / 01.06.2020, 11:48 Uhr
Freienhagen (MOZ) Brigitte Richter will nicht hinnehmen, dass die Freienhagener Straße dauerhaft für den Verkehr gesperrt werden soll. Wegen des schlechten Straßenzustands ist die Verbindung nach Malz seit März 2019 gesperrt. Oranienburgs Stadtverwaltung plant die Herabstufung zum Waldweg, damit wäre die Verbindung dauerhaft für den Verkehr gesperrt. "Wir müssen einen weiten Umweg nach Malz fahren und auf der B96 gibt es oft Sperrungen", sagt die Freienhagenerin. Seit mehr als 20 Jahren fahre sie zu ihrer Sportgruppe nach Malz, die sie seit 1974 leitet, sagt die 70 Jährige. "Seit ich den Umweg fahren muss, fahre ich eine halbe Stunde früher los." Schon seit 2009 bemühe sie sich bei der Stadtverwaltung um eine Ausbesserung der Fahrbahn.

Jahrzehnte alte Forderung

Auch Bernd Keichel-Enders, Ortsbeiratsmitglied in Freienhagen, fordert den Erhalt der Verbindung: "Der Bedarf zur Nutzung der Freienhagener Straße, die im nördlichen Teil, Malzer Weg heißt, ist und war in den anliegenden Ortsteilen schon immer sehr groß, weil diese Straße, so wie auch der Neuholländer Weg, die alte historische Verbindung nach Malz und Oranienburg ist", schreibt der Freienhagener. Die Entscheidungsträger hätten sich mit den Anwohnern aus Malz. Freienhagen und Neuholland an einen Tisch setzen müssen, sagt Keichel-Enders. Seit Jahrzehnten bemühten sich die Orte um eine Ausbesserung der Straße.

Doch die Straße sei in einem desolaten Zustand, der auch das Radfahren nicht zulasse. "Dies halten wir für einen unhaltbaren Zustand, auch deshalb, weil ja überall gefordert wird, aufs umweltschädliche Auto zu verzichten. Auch wenn man aus Lärm- und Naturschutzgründen nur beschränkt Kfz-Verkehr zulassen möchte, bleibt die Forderung nach Wiederherstellung  gefahrlos zu nutzender Straßen erhalten", schreibt Keichel-Enders in einem Brief an die Redaktion.

Bauausschuss lehnt ab

Wie berichtet, beziffert die Stadt den Ausbau der vier Kilometer langen Straße auf vier Millionen Euro. Das sei angesichts von mehr als 120 Kilometern nicht ausgebauter Straßen in Oranienburg unangemessen, sagt Baudezernent Frank Oltersdorf. Auf der Freienhagener Straße seien weniger als 100 Fahrzeuge pro Tag unterwegs gewesen. Die Straße habe keine überörtliche Bedeutung, müsste ansonsten als Kreisstraße gelten. Dann wäre die Stadt nicht mehr zuständig, so Oltersdorf. Die Verbindung sei bereits bis 1992 nur ein Wald- und Forstweg gewesen. Der Bauausschuss der Stadt lehnte den Antrag des Ortsbeirats Malz zum Straßenausbau vergangene Woche ab.

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