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Corona
Neuruppins Soforthilfe-Topf ist noch gut gefüllt

Maximal 1000 Euro können Unternehmen aus dem Förder-Topf beantragen, den die Stadt aufgelegt hat.
Maximal 1000 Euro können Unternehmen aus dem Förder-Topf beantragen, den die Stadt aufgelegt hat. © Foto: Daniel Dzienian
Judith Melzer-Voigt / 01.06.2020, 19:00 Uhr - Aktualisiert 02.06.2020, 07:30
Neuruppin (MOZ) 120 000 Euro hat die Stadt als schnelle Unterstützung zur Verfügung gestellt. Bisher wurden 40 000 Euro abgerufen.

Das Geschäft geschlossen, das Restaurant zu, das Personal in Kurzarbeit: Der Corona-Shutdown hat viele Gewerbetreibende vor ernsthafte Schwierigkeiten gestellt. Um ihnen durch die ärgste Not zu helfen, hat die Stadt Neuruppin 120 000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung gestellt. Verwaltet wird dieser Topf von der Inkom. Deren Geschäftsführer Axel Leben bestätigte nun, dass bisher 40 000 Euro abgerufen wurden. Der Fonds soll aber auf jeden Fall aufrecht erhalten werden – auch für den Fall, dass es eine zweite Corona-Welle gibt.

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"Im Nachgang der letzten Stadtverordnetenversammlung hatten wir noch ein, zwei Anfragen", so Leben. "Danach ist es erst einmal ruhig geworden. Mittlerweile wenden sich aber wieder mehr Leute an uns." Der Inkom-Geschäftsführer erklärt sich das unter anderem damit, dass Einzelhandel und Restaurants zwar wieder öffnen dürfen. "Die Erträge passen aber nicht zu den laufenden Kosten", so Leben. Der Ansturm auf die Geschäfte blieb aus. "Einige hatten im Vorfeld einen langen Atem, merken aber jetzt, dass sie doch Hilfe brauchen." Mancher habe von seinen Rücklagen gelebt, erkenne nun jedoch, dass das Geld nicht mehr reicht. Es sei auch deutlich spürbar, dass der Stadt die Touristen fehlen, die sonst für Umsätze gesorgt haben.

Insgesamt gab es bis jetzt 42 bewilligte Anträge von Unternehmern, die Geld aus Neuruppins Soforthilfe-Topf bekommen haben. Diese stammen laut Axel Leben aus den unterschiedlichsten Bereichen: Grob geschätzt 50 Prozent würden aus dem Handel kommen, jeweils 15 Prozent aus Gastronomie und Dienstleistung. Etwa zehn Prozent der Anträge stammen aus den Branchen Handwerk und noch einmal zehn Prozent von Freiberuflern.

Der Inkom-Geschäftsführer spricht sich deutlich dafür aus, den Fonds trotz der bisher überschaubaren Nachfrage nicht gleich wieder einzustellen. "Man sollte ihn leben lassen. Wir wissen nicht, was das Jahr bringt", so Axel Leben.

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