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Großbrand
Zahl der Einsatzkräfte bei Plessa wird reduziert

Blick auf eine Rauchwolke während eines Waldbrandes im Loben-Moor zwischen Gorden-Staupitz, Hohenleipisch und Plessa. Vier Tage nach Ausbruch eines Großbrandes im Südbrandenburger Landkreis Elbe Elster hat sich die Lage entspannt.
Blick auf eine Rauchwolke während eines Waldbrandes im Loben-Moor zwischen Gorden-Staupitz, Hohenleipisch und Plessa. Vier Tage nach Ausbruch eines Großbrandes im Südbrandenburger Landkreis Elbe Elster hat sich die Lage entspannt. © Foto: dpa/Veit Rösler
dpa / 02.06.2020, 10:29 Uhr
Plessa Vier Tage nach dem Ausbruch eines Großbrandes auf einem Gebiet im Südbrandenburger Landkreis Elbe Elster dauern die Löscharbeiten für die Feuerwehr an. "Die Lage hat sich aber entspannt", sagte der diensthabende Landrat Marten Frontzek am Dienstag. Am Morgen seien noch rund 160 Einsatzkräfte im Moorgebiet "Loben" bei Plessa gewesen, diese Zahl werde aber im Laufe des Tages auf "wahrscheinlich deutlich unter 100" reduziert. Tags zuvor war der Brand bereits unter Kontrolle gebracht worden.

Nach Angaben von Frontzek erfüllen die sogenannten Dauerregner ihren Zweck. Einsatzkräfte hatten diese an den Brandrändern installiert, um ein Überspringen der Flammen auf an das Moor angrenzende Nadelwälder zu verhindern.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst soll am Dienstag zudem weiter einen Waldbrandschutzstreifen durchsuchen. Am Montagabend hätten die Experten dort Munition gefunden und beseitigt, sagte Frontzek. Die Arbeiten an dem rund einen Kilometer langen Streifen, der "als reine Vorsichtsmaßnahme" eingerichet worden sei, waren deshalb unterbrochen worden.

Das Feuer war am Freitag ausgebrochen und hatte sich innerhalb weniger Stunden immer weiter ausgedehnt, von zunächst zehn auf 100 Hektar. Ein Moorgebiet, ein angrenzendes Waldstück und ein Schilfgürtel brannten. Die Feuerwehr war zu Pfingsten mit bis zu 200 Einsatzkräften vor Ort, auch ein Löschhubschrauber der Bundespolizei unterstützte. Ortschaften waren nicht in Gefahr. Die Brandursache war zunächst noch unklar.

Der Brand gilt als das erste Großschadensereignis in diesem Jahr in Brandenburg. Umweltminister Axel Vogel (Grüne) will sich am Dienstag vor Ort ein Bild von der Lage im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft machen.

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