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Neuruppin will zurück zum Kita-Regelbetrieb

Rund 50 Prozent der Plätze in den städtischen Einrichtungen können besetzt werden – zu wenig, meint die Verwaltung.
Rund 50 Prozent der Plätze in den städtischen Einrichtungen können besetzt werden – zu wenig, meint die Verwaltung. © Foto: Monika Skolimowska
Judith Melzer-Voigt / 05.06.2020, 12:35 Uhr - Aktualisiert 05.06.2020, 15:21
Neuruppin (MOZ) Alle Zwischenlösungen sind nur faule Kompromisse", sagt Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) und spricht damit die Betreuungssituation in den Kitas an. Zwar prüft der Kreis derzeit mit einem Tandem-Team aus Gesundheitsamt und Jugendamt, in welchen Einrichtungen mehr Plätze zur Verfügung gestellt werden können. Doch es entstehen nur wenige zusätzliche Möglichkeit, bestätigen Golde und Neuruppins Sozialdezernent Thomas Fengler. Grund sind die strengen Regelungen aus der Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg. "Leute, hört auf damit und lasst uns zum Regelbetrieb zurückkehren", lautet daher der Appell von Jens-Peter Golde.

Vertreter der Stadt werden sich daher an der Demonstration beteiligen, die Privatleute für Montag organisieren. Vom Rathaus geht es um 13 Uhr in Richtung Kreisverwaltung an der Heinrich-Rau-Straße. Die Teilnehmer wollen sich dafür einsetzen, dass die Kinderbetreuung deutlich verbessert wird. Wie Golde ankündigt, haben auch Leiter anderer Verwaltungen ihr Kommen angekündigt.

Dass mit dem kompletten Öffnen der Kitas – unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften – auch ein Risiko einhergeht, sei ihm klar, so Golde am Freitag.Wenn dann eine Infektion in einer Einrichtung nachgewiesen wird, muss diese komplett geschlossen werden. Das sei allen bewusst. Doch die Stadt hatte sich deutlich mehr Möglichkeiten erhofft, als vor rund zwei Wochen die Änderungsverordnung des Landes Brandenburg eine weitergehende Betreuung in den Kitas ermöglicht hat. Das bestätigte Thomas Fengler. "Wir waren euphorisch", sagte er. "Aber aufgrund der strengen Regelungen können wir nicht sehr viel mehr Kinder aufnehmen." Nur eine "ganz geringfügige Mehrbetreuung" sei möglich.

Schwierig sei für die Kommune auch, dass derzeit das Leben wieder hochgefahren wird, was bedeutet, dass viele Eltern wieder arbeiten gehen. Selbst solche, die vorher auf ihr Anrecht der Notbetreuung verzichtet haben, beantragen diese nun. Und sie haben laut Fengler das Recht, zuerst bedacht zu werden, wenn es an die Besetzung von Kita-Plätzen geht. 60 solcher Anträge sind in den vergangenen Tagen in der Neuruppiner Stadtverwaltung eingegangen. Insgesamt – mit der Erweiterung der Kapazität – kann die Kommune nur rund 50 Prozent der üblichen Plätze anbieten.

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