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Kita-Öffnung
Lehrer und Erzieher sollen auf Corona getestet werden

Erik Stohn, SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht während der Sondersitzung des Landtages, nachdem Ministerpräsident Woidke zu den Ergebnissen der Beratung der Bundeskanzlerin mit den Länderchefs im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie informiert hat.
Erik Stohn, SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht während der Sondersitzung des Landtages, nachdem Ministerpräsident Woidke zu den Ergebnissen der Beratung der Bundeskanzlerin mit den Länderchefs im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie informiert hat. © Foto: Soeren Stache/dpa
Ulrich Thiessen / 06.06.2020, 03:15 Uhr
Potsdam (MOZ) Das brandenburgische Gesundheitsministerium bereitet ein Konzept für Corona-Tests im Bildungswesen und in der Pflege vor. Am kommenden Dienstag soll es im Kabinett beschlossen werden, so ein Sprecher. Im Koalitionsausschuss verständigten sich SPD, CDU und Grüne am Donnerstagabend darauf, dass Lehrkräfte und Erzieher sich freiwillig auf das Virus testen lassen können. Wie oft und wie die Tests organisiert werden, steht noch nicht fest.

Untersucht wurden verschiedene Varianten. Regelmäßige Tests aller Lehrer und Schüler sowie des Pflegepersonals würden das Land nach Informationen dieser Zeitung bis zu 700 Millionen Euro kosten. Deshalb soll vor allem den Pädagogen im höheren Lebensalter die Möglichkeit eingeräumt werden, sich testen zu  lassen. Das solle dazu beitragen, dass sie freiwillig in den Schulbetrieb und in die Kitas zurückkehren.

Die Wohlfahrtsverbände fordern vom Gesundheitsministerium ein Konzept, wie bei Infektionsfällen in Kitas umgegangen werden soll. Es geht darum festzulegen, wann eine Gruppe, ein ganzer Kindergarten oder gar benachbarten Einrichtungen unter Quarantäne gestellt werden sollen.

SPD-Fraktionschef Erik Stohn forderte am Freitag, dass die Kitas am 15. Juni wieder zur vollen Betreuung übergehen sollen. Dazu müssten die bisherigen Regeln, dass nur eine Gruppe pro Raum betreut werden darf, aufgehoben werden. Die Kreise hatten bereits die Möglichkeit zu den alten Gruppengrößen zurückzukehren. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) berichtete im Landtag in dieser Woche, dass rund 40 Prozent der Kinder wieder Kitas besuchen. Die Zahl nehme täglich zu.

Ungeklärt ist noch, wie die Tests organisiert werden. Die Wohlfahrtsverbände hatten mehrere mobile Teams vorgeschlagen, die die Einrichtungen anfahren, die Tests durchführen und für einen schnellen Transport in die Labore sorgen. Offen ist auch, ob die Träger sich an den Kosten beteiligen müssen.

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