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Straßenbau
Anwohner "Am Kietz" in Liebenwalde zahlen nichts

Die Straße "Am Kietz" ist in die Jahre gekommen und muss dringen saniert werden. Die Planungen dafür wurden nun erneut im Bauausschuss besprochen.
Die Straße "Am Kietz" ist in die Jahre gekommen und muss dringen saniert werden. Die Planungen dafür wurden nun erneut im Bauausschuss besprochen. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 17.06.2020, 14:07 Uhr
Liebenwalde (MOZ) Die Planungen sind für die Straße "Am Kiez" in Liebenwalde ist überarbeitet worden. Statt eines Neubaus ist nun eine Instandsetzung geplant – zugunsten der Anwohner.

Die Straße ist in die Jahre gekommen, die Planungen für einen Neubau der Straße ebenso. Sie reichen ins Jahr 2018 zurück, als die Anwohner der Straße noch für die Sanierung zur Kasse gebeten wurden. Doch weil damals gerade darüber diskutiert wurde, eben diese Beiträge abzuschaffen, wurden die Planungen auf Eis gelegt. Zum einen, um eine Entscheidung abzuwarten, zum anderen, um die Planungen überarbeiten und die Mittel dafür in den Finanzhaushalt der Stadt einstellen zu können, so der Hinweis von Bauamtsleiter Hardy Henke.

Nun stand der Ausbau der Straße  abermals im Bauausschuss zur Diskussion. Denn der Zustand von Fahrbahn und Gehweg lassen nach wie vor zu wünschen übrig. Um die Anwohner nicht zur Kasse bitten zu müssen, wird im Bestand saniert, da Fahrbahn, Gehweg, Straßenbeleuchtung und Sickermulden vorhanden sind.

Straße wird nicht breiter

Das bedeutet jedoch auch, dass die Straßenbreite auf der rund 370 Meter langen Trasse von der Einmündung in die Berliner Straße bis zur Bahnbrücke nicht verbreitert wird. Lediglich die Einmündung wird so hergerichtet, dass eine Breite von sechs Metern problemlos einen Begegnungsverkehr zweier Lkw zulässt. Danach, etwa auf Höhe der Container-Stellplätze, verjüngt sich die Spurbreite der Fahrbahn auf die vorhandenen 3,50 Meter. Die Deckschicht wird mit Asphalt aufgefüllt, so dass weder Dellen noch Übergänge erkennbar und vor allem fühlbar sind, so die Erklärung von Denise Vogt vom Ingenieurbüro Weiland, die den Kommunalpolitikern die Planungen vorstellte. Die Querneigung der Fahrbahn werde so angelegt, dass das Regenwasser in Sickermulden geleitet wird, die sich zwischen Fahrbahn und Gehweg befinden. Im hinteren Bereich an der Bahnbrücke wird weiter eine Verbindung der Mulden zum Graben genutzt, um Wasser abzuleiten. Ergänzt wird der Straßenabschnitt mit zwei Ausweichstellen mit einer zusätzlichen Breite von zwei und einer Länge von 40 Metern, um einen Begegnungsverkehr auch größerer Fahrzeuge zu ermöglichen, da sich in Höhe der Bahnbrücke ein Gewerbegebiet befindet. Der Gehweg soll im Bestand saniert werden, er wird also nicht verbreitert und endet zudem auf Höhe der vorhandenen Bebauung. Durch diese Umplanungen werde sichergestellt werden, dass die Anwohner nicht zur Kasse gebeten werden.

Die Kosten sinken

Außerdem verringern sich die Kosten auf gut 425 000 Euro. Doch auch die müssen im Haushalt der Stadt erst einmal eingestellt werden. Bauamtsleiter Hardy Henke schlug vor, die Baumaßnahmen für den Haushalt des kommenden Jahres anzumelden, wenn die Mitglieder des Ausschusses die überarbeitete Planung bestätigen. Die zur Sitzung anwesenden Anwohner der Straße waren mit den Planungen zufrieden und können gut auch mit der verkleinerten Variante leben, sofern sie dafür nicht zahlen müssen. Die Kommunalpolitiker griffen ihrerseits dieses Votum auf und bestätigten bei einer Enthaltung die Planungen.

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