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Vorschlag
Bürger für Liebenwalde wollen Geschenk für Babys und Eltern

Willi Fechner hofft auf einen Bürgerhaushalt.
Willi Fechner hofft auf einen Bürgerhaushalt. © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 17.06.2020, 17:25 Uhr
Liebenwalde (MOZ) Die Fraktion Bürger für Liebenwalde (BfL) kann sich gut vorstellen, Neugeborene und deren Eltern mit einem Geschenk zu erfreuen. "Das ist keine neue Idee, das gab es in veränderter Form auch schon in der DDR", erklärt Willi Fechner von der Fraktion den erneut gestellten Antrag. "Uns geht es um einen symbolischen Akt, den Eltern zu zeigen, dass sie und ihr Nachwuchs in der Stadt willkommen sind", so der Kommunalpolitiker weiter. Vorstellen kann er sich, dass, ähnlich wie im Löwenberger Land, dem Begrüßungspaket eine Liste mit allen Informationen rund ums Kind beigelegt wird, angefangen von Adressen von Kinderärzten bis hin zu Tipps für die Anmeldung in der Kita.

Vom Preis her hält er einen Betrag von rund 100 Euro für angemessen. Ob der auf ein Sparbuch eingezahlt wird oder aber dafür Babysachen gekauft werden, da ist er offen. "Wir könnten eine Hebamme bitten, eine Grundausstattung mit Windeln, Latz und Pflegeutensilien zusammenzustellen. Auch ein Gutschein für ein Liebenwalder Geschäft wäre denkbar, vielleicht im jährlichen Wechsel", so Fechner. Überreicht werden soll das Geschenk bei der Anmeldung im Einwohnermeldeamt.

Bürgerhaushalt

Auch die Einführung eines Bürgerhaushaltes für Liebenwalde und die anderen Ortsteile halten Fechner und seinen Fraktionskollegen für machbar, auch ohne großen organisatorischen Aufwand. "Wir bräuchten nur einen Ort, an dem die Einwohner ihre Wünsche abgeben können. Ein Sammelkasten im Rathaus oder in den Dorfgemeinschaftshäusern würde schon reichen. Es kann aber bestimmt auch kein Problem sein, eine Mail an die Verwaltung zu schicken", so der Kommunalpolitiker. Was sich die Einwohner wünschen, ob eine neue Straßenlaterne, eine zusätzliche Parkbank oder Spielgeräte fürs Ortszentrum, soll dann aufgelistet werden. Die Einwohner könnten beispielsweise bei einer Ortsbeiratssitzung per Abstimmung zeigen, was ihnen besonders wichtig ist und gemacht werden soll, so Fechner.

Von der Höhe her schlägt er einen Betrag von fünf bis sieben Euro pro Einwohner vor, die im städtischen Haushalt dafür berücksichtigt werden. Wichtig ist ihm der Hinweis, dass es keinen gemeinsamen Bürgerhaushalt für die Stadt, sondern jeweils nur für die Ortsteile gibt. Sollten dort keine Vorschläge von den Bürgern eingereicht werden, kann er sich vorstellen, das Geld den anderen Orten zuzuschlagen.

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