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7. Kind
Bundespräsident Steinmeier ist Patenonkel von Baby Emely-Rose aus Steinhöfel

Besondere Patenschaft: Steinhöfels Bürgermeisterin Claudia Simon (hinten Mitte) hat an Emely-Rose und ihre Eltern Dirk und Britta Griese aus Tempelberg die Urkunde des Bundespräsidenten übergeben.
Besondere Patenschaft: Steinhöfels Bürgermeisterin Claudia Simon (hinten Mitte) hat an Emely-Rose und ihre Eltern Dirk und Britta Griese aus Tempelberg die Urkunde des Bundespräsidenten übergeben. © Foto: Bettina Winkler
Bettina Winkler / 30.06.2020, 19:40 Uhr - Aktualisiert 01.07.2020, 12:26
Steinhöfel (MOZ) Herausgeputzt mit einem rosa Kleidchen und schlafend in ihrer Babytrage hat die kleine Emely-Rose von der Übergabe der Ehrenpatenschaftsurkunde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier durch Steinhöfels Bürgermeisterin Claudia Simon nichts mitbekommen. Obendrauf gab es noch 500 Euro und jede Menge Gummibärchen sowie einen lila Orchideentopf für die Mama.

Bundespräsident ist Ehrenpate

Die kleine Emely-Rose ist als siebtes Kind von Britta (43) und Dirk (42) Griese am 29. Oktober 2019 zur Welt gekommen. Bei der Abholung der Geburtsurkunde in Frankfurt (Oder) wurde Britta Griese informiert, dass der Bundespräsident auf Antrag für das siebente Kind eine Ehrenpatenschaft übernimmt. "Das habe ich nicht gewusst. Ich habe den Antrag gestellt. Schließlich ist es etwas Besonderes", erzählt die Mutter. "Wir sind sehr stolz über den Kinderreichtum in der Gemeinde", sagt die Bürgermeisterin Claudia Simon. Auch in Heinersdorf lebt eine Familie mit sieben Kindern. Dort übernahm der Bundespräsident im vergangenen Jahr ebenfalls die Patenschaft.

In der heutigen Zeit ist eine Familie mit sieben Kindern selten. Britta und Dirk Griese aus Tempelberg haben sich ganz bewusst für eine Großfamilie entschieden. Kommen Verwandte aus Schönfelde und Fürstenwalde zusammen, sind es schon um die 50 Personen. "Wir haben es genommen, wie es kommt", sagt Britta Griese, die wegen der Kinder ihren Beruf als Rechtsanwaltsangestellte aufgegeben hat. Auch Vater Dirk – gelernter Dachdecker – hat sich beruflich neu orientiert und 2011 einen Hundefriseursalon eröffnet.

Auf die drei großen Jungs Danny (14), David (13) und Dominik (12) folgten sechs Jahre später noch das Mädchen-Quartett Katharina (6), Anna (3), Jamie (1,5) und Emely-Rose (acht Monate). "Wir sind eine ganz normale Familie", sagt Mutter Britta. Der Drei-Seiten-Bauernhof in Tempelberg – 1999 als Ruine übernommen und mittlerweile saniert – bietet genug Platz für die Kinder, vier Hunde, zwei Pferde und 14 Hühner für die Eigenversorgung mit frischen Eiern. Das kleine Dorf ist genau richtig für die Grieses. "Hier ist es schön ruhig und die Kinder wachsen in der Natur auf", sagt Vater Dirk.

Der Alltag mit der siebenköpfigen Rasselbande fordert von der 43-Jährigen viel Organisationstalent und vor allem Gelassenheit. Sie hat dabei Glück – ihr Nachwuchs ist ihrer Meinung nach unkompliziert. Dass die Sieben Geschwister sind, ist nicht zu übersehen. "Natürlich hat jedes Kind seinen individuellen Charakter und Geschmack", betont Britta Griese.

Speiseplan nach Kinderwunsch

Der Tag im Hause Griese fängt früh an. Schon um 6.30 Uhr müssen die drei Jungs zum Bus, der sie zur Schule nach Heinersdorf bringt. Die Kleinen werden später mit dem "Familientaxi" in die Heinersdorfer Kita gebracht. Am Nachmittag die gleiche Prozedur retour. Am Wochenende kocht Mutter Britta typische Kindergerichte wie Nudeln mit Tomatensoße oder Reispfanne. Beim Speiseplan richten sich Grieses danach, was den Kindern schmeckt. Schließlich müssen sie groß und stark werden.

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