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Jugend-Team
Neue Chefin im Jugend-Team Beeskow: "Das Herzblut dafür habe ich!"

Sarah Ihlefeldt vorm "Pier 13" in Beeskow
Sarah Ihlefeldt vorm "Pier 13" in Beeskow © Foto: Peggy Lohse
Peggy Lohse / 01.07.2020, 17:01 Uhr
Beeskow (MOZ) Nach sechseinhalb Jahren als Schulsozialarbeiterin an der Albert-Schweitzer-Oberschule darf Sarah Ihlefeldt seit 1. Juni viele neue Kontakte aufbauen. Denn als Leiterin des Beeskower Jugend-Teams der Stiftung SPI und des Jugendclubs Pier 13 genießt sie nun die bunte Durchmischung der offenen Angebote. Einen Überblick über die Verwaltungsaufgaben hat sie sich bereits verschafft, nun beginnt die inhaltliche Arbeit.

Als ihre Stelle im Frühjahr vakant wurde, war es dem Träger wichtig, dass jemand übernimmt, der den Ort, die Kinder, Jugendlichen und Eltern bereits kennt. Denn zur Professionalität in der Sozialen Arbeit gehört auch Kontinuität. Die bringt sie mit.

Sarah Ihlefeldt ist in Eisenhüttenstadt aufgewachsen, ist gelernte Bürokauffrau mit vier Studiensemestern BWL, wechselte aber zur Sozialen Arbeit in Cottbus. "Meine Oma hatte Pflegekinder und sagte mir schon: "Du gehst mal in die soziale Richtung!", erinnert sich die 31-Jährige. Heute gefällt ihr Abwechslung bei der Arbeit. Außerdem bekomme sie direkte Rückmeldung von den "Kids", wie sie sie liebevoll nennt: "Das macht mir total Spaß und das Herzblut dafür, das habe ich."

Ihlefeldt lebte zeitweise in Hamburg, kehrte aber für die Liebe zurück in ihre Heimatregion. Sie lebt in Frankfurt, aber kam ganz bewusst nach Beeskow. "In der Sozialarbeit ist es auch wichtig, sich abgrenzen zu können", erläutert sie. Das sei wichtig für die Psychohygiene, zumal oft auch schwierige Probleme zu bearbeiten seien: Suizidversuche, selbstverletzendes Verhalten, Drogen- und Alkoholkonsum. Und nicht immer könne man gleich helfen. Erst recht nach der Corona-Zeit: Freundschaften zerbrachen durch das lange Nicht-Sehen, die Gruppendynamiken veränderten sich. Der entstandene Frust und die Isolation werden nun aufgearbeitet. "Es ist viel Gesprächsbedarf da", betont sie.

Als Leiterin will sie ihre Einrichtung auch in der Stadt präsenter machen. "Mir ist es wichtig, dass wir transparent sind in unserer Arbeit", so Ihlefeldt. "Wir sind in einer kleinen Stadt, da müssen wir auch gut zusammenarbeiten."

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