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Unfallgefahr
Werbung am Straßenrand ist jetzt in Müllrose verboten

Werbung auf drei Etagen: Diese Banner hingen im November 2019 an der Kreuzung Frankfurter Straße/Seeallee.
Werbung auf drei Etagen: Diese Banner hingen im November 2019 an der Kreuzung Frankfurter Straße/Seeallee. © Foto: Frank Groneberg
Frank Groneberg / 03.07.2020, 06:30 Uhr
Müllrose (MOZ) Sie haben viele Jahre lang für Punktspiele der Handballer, den "Müllroser Seezauber", für die Weihnachtsshows des Vereins "Mixdorfer Schlaubegetümmel", für den jährlichen Seegottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde und für andere Veranstaltungen geworben. Oder sie haben gut sichtbar verkündet: "Keine Windräder im Schlaubetal". Die Rede ist von den großflächigen Bannern, die bis zum Frühjahr an der Kreuzung Frankfurter Straße/Seeallee und an der Kreuzung Beeskower/Mixdorfer Straße gespannt worden waren. Und die dort jetzt nicht mehr gespannt werden dürfen.

Sondernutzung abgelehnt

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg hat das Aufhängen der großen Werbebanner untersagt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit. Denn die Banner, ausgerechnet an viel befahrenen Kreuzungen aufgehängt, können Fahrzeugführer vom Verkehrsgeschehen ablenken.

Die Amtsverwaltung Schlaubetal hatte Ende Februar beim Landesbetrieb Straßenwesen für die beiden erwähnten Standorte eine Sondernutzungserlaubnis für Werbeanlagen in unmittelbarer Nähe der Kreuzungsbereiche beantragt. Bisher gab es eine solche nämlich nicht, für das Aufhängen der Banner an den Landesstraßen gab es keine rechtliche Grundlage. Am 4. März ist ein Ablehnungsbescheid des Landesbetriebs in der Amtsverwaltung eingetroffen. Daraufhin wurden alle Banner und die entsprechenden Halterungen entfernt.

Dem Ablehnungsbescheid sei Folgendes zu entnehmen, teilt Ordnungsamtsleiterin Martina Banse-Hörnigk auf Anfrage mit: "Der Standort Frankfurter Straße/Seeallee ist unangemessen, da in diesem Bereich bereits mehrere Wegweiser unter niedrigen Bäumen stehen und es sich außerdem um eine abbiegende Vorfahrtsstraße mit bebauungsbedingten Sichteinschränkungen handelt. Der Standort Beeskower Straße/Mixdorfer Straße ist unangemessen, da dieser Kreuzungsbereich mit einer Ampel ausgestattet ist. Die unmittelbare Nähe der Werbeanlage würde zu einer Ablenkung sowie erhöhter Gefahr für Leben und körperlicher Unversehrtheit der Verkehrsteilnehmer führen."

Es handle sich um zwei stark befahrene Knotenpunkte, "welche eine hohe Aufmerksamkeit und Konzentration der Verkehrsteilnehmer erfordern". Nach alternativen Standorten für Banner wird bisher nicht gesucht.

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