Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Preisgeld
3000 Euro für nächste Jugendbühne in Seelow

Anett Zimmermann / 03.07.2020, 06:30 Uhr
Seelow (MOZ) Coronabedingt ist das große Stadt- und Schützenfest im September – es wäre die 25.  Auflage gewesen – abgesagt worden. So gibt es in diesem Jahr auch keine Jugendbühne. Doch für das "Jubiläum 25+1" im nächsten Jahr haben die Organisatoren bereits 3000 Euro auf der Habenseite, freut sich Vivien Kubisch. Denn: Das Projekt "Jugendbühne Seelow" hat beim Deutschen Kinder- und Jugendpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes in der Kategorie "Kinder- und Jugendkultur" die sogenannte "Lobende Erwähnung" erhalten.

Kleine Verleihung in Berlin

Mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis werden Projekte gewürdigt, bei denen Kinder und Jugendliche beispielhaft an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mitwirken. Mit insgesamt 30 000 Euro ist er der höchstdotierte bundesweite Preis für Kinder- und Jugendbeteiligung. Partner sind die Deutsche Fernsehlotterie und der Europa-Park in Rust. In Letzerem war ursprünglich auch die Preisübergabe vorgesehen.

Stattdessen ging es – ebenfalls coronabdingt – vor Kurzem zu einer Verleihung in einem kleineren Rahmen nach Berlin. Dennoch ist die Freude über die Anerkennung bei Vivien Kubisch nicht zu übersehen. Immerhin sichere das Preisgeld etwa die Hälfte der Kosten für eine Auflage der Jugendbühne. "Die Stadt Seelow gibt natürlich immer etwas dazu", sagt die 23-Jährige. Hinzu kämen Sponsorengelder, aber die müssten auch erst einmal eingeworben werden.

So habe man sich für die 2019er Auflage mit der Bitte um Unterstützung an das Deutsche Kinderhilfswerk gewandt und diese in Höhe von 2239 Euro dann auch erhalten. "Wer gefördert wurde, kann sich auch um den Deutschen Kinder- und Jugendpreis bewerben", erläutert Vivien Kubisch den weiteren Zusammenhang.

Die Jugendbühne sei für sie schon immer ein Teil des Stadtfestes", sagt sie. Seit mehr als zehn Jahren sei sie beim Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM) Oderbruch aktiv. "Zu Beginn als Teilnehmerin zum Beispiel beim Ten Sing", erzählt die Seelowerin, die inzwischen in Frankfurt lebt. "Aus beruflichen Gründen", sagt die Sozialversicherungsfachangestellte. Beim Stadtfest gebe es immer zwei Bühnen. "Die Hauptbühne am Marktplatz und die Jugendbühne beim CVJM in der Kirchstraße", erklärt sie. "Für uns war sie allerdings nicht das, was sie sein sollte oder könnte."

Mit "uns" ist noch Willi Fredrich gemeint. Der 21-Jährige sei gelernter Veranstaltungstechniker, stamme aus Altgaul (Wriezen), lebe inzwischen aber in Berlin. Und was fanden sie an der Jugendbühne nicht so toll? "Es war nur eine kleine Lkw-Bühne und die Bands wurden immer weniger", blickt Vivien Kubisch zurück. "Wir waren der Meinung das da mehr rausgeholt werden kann, zum Beispiel auch Kinderchöre beteiligt werden sollten. Wir hatten da schon einige Kontakte."

Mit Ideen an die Stadt gewandt

Mit ihren Ideen hätten sie sich vor zwei Jahren an den CVJM gewandt, der wiederum die Stadtverwaltung kontaktiert habe. "Ilona Höhne hatte damals gerade das Citymanagement übernommen und habe positiv reagiert", erinnert sich Vivien Kubisch. Die Premiere im September 2018 sei allerdings "ziemlich chaotisch gewesen", findet sie. "Eine Band hatte eigentlich abgesagt und war dann doch gekommen. Es musste also schnell der ganze Ablaufplan geändert werden."

Und 2019? "Da lief eigentlich alles reibungsglos", strahlt Vivien Kubisch. Aufgrund des regnerischen Wetters seien allerdings weniger Besucher gekommen. Die Bands, die in diesem Jahr spielen sollten, hätten sich inzwischen bereits den Termin für die Jugendbühne 2021 notiert. "Wir freuen uns schon auf das nächste Mal."

Mehr über den Deutschen Kinder- und Jugendpreis ist im Internet unter www.dkhw.de zu finden.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG