Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Einsatz
Anschlag auf Moschee geplant - Großrazzia bei Neonazi-Gruppe

Großrazzia: Die Polizei in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist gegen die Neonazi-Organisation "Freie Kräfte Prignitz" vorgegangen. (Symbolbild)
Großrazzia: Die Polizei in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ist gegen die Neonazi-Organisation "Freie Kräfte Prignitz" vorgegangen. (Symbolbild) © Foto: Oliver Berg/dpa
dpa / 03.07.2020, 15:05 Uhr - Aktualisiert 06.07.2020, 16:24
Potsdam (dpa) Mit Razzien ist die Polizei in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gegen eine Neonazi-Gruppe vorgegangen. Die Männer sollen einen Brandanschlag und weitere gewalttätige Aktionen geplant haben.

Mit einer Großrazzia ist die Polizei in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gegen die rechtsextreme Organisation „Freie Kräfte Prignitz“ vorgegangen. Der Polizei hätten Hinweise vorgelegen, dass sieben Männer im Alter zwischen 32 und 40 Jahren einen Brandanschlag mit einem Molotow-Cocktail auf eine Moschee in Wittenberge (Prignitz) planten, sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Torsten Herbst, am Freitag. Außerdem soll die Neonazi-Gruppe Angriffe auf Geschäfte geplant haben, die von Inhabern mit Migrationshintergrund geführt werden.

Bei den Durchsuchungen in sechs Objekten seien unter anderem Schreckschuss- und scharfe Munition sowie Hieb- und Stichwaffen gefunden worden. Zudem wurden verschiedene Nazidevotionalien, beispielsweise eine Armbinde mit Hakenkreuzaufdruck, sowie Propagandamaterial der Gruppierung beschlagnahmt. Es habe aber keine Festnahmen gegeben, berichtete Herbst.

Durchsucht wurden vier Objekte in den Brandenburger Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin sowie jeweils ein weiteres in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Dabei seien die Betroffenen selbst, die von ihnen genutzten Wohn- und Nebenräume sowie Fahrzeuge durchsucht worden.

Allein in Brandenburg waren nach Angaben der Polizei mehr als 120 Beamte beteiligt, darunter Spezialeinsatzkräfte, Staatsschützer und Bereitschaftspolizisten. Bei den Zugriffen habe es keine Verletzten gegeben.

Die weiteren Ermittlungen übernimmt der Staatsschutz des Brandenburger Landeskriminalamts. Dabei würden auch sichergestellte elektronische Datenträger wie Laptops, Mobiltelefone und sonstige elektronische Speichermedien ausgewertet, sagte Herbst.

Erste Erkenntnisse gibt es bereits: Rechtsextremisten in Brandenburg sammelten Informationen über Polizisten

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG