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Nachruf
Irmgard Kortkamp lebte für den Schutz der Natur

Wurde 87 Jahre alt: Irmgard Kortkamp
Wurde 87 Jahre alt: Irmgard Kortkamp © Foto: Uwe Spranger
MOZ / 04.07.2020, 03:00 Uhr
Neuenhagen (MOZ) Am 11. Juni starb die Neuenhagenerin Irmgard Kortkamp im Alter von 87 Jahren. Sie gehörte 1990 zu den Gründungsmitgliedern des Nabu in Neuenhagen. Sie war von Beginn an im Ortsverein sehr aktiv und hat durch ihren unermüdlichen Einsatz für den Erhalt des Grüns im Ort die Vereinsarbeit ganz wesentlich mit geprägt.

Im Verein wurde sie mehrfach gewürdigt, erhielt 2007 den Preis des Neuenhagener Echos und 2014 die Silberne Ehrennadel des Nabu-Landesverbandes für ihr ehrenamtliches Engagement. Ganz besonders lagen ihr der Erhalt des Baumbestandes und die Trainierbahn am Herzen. So sorgte sie unter anderem auf verschiedenen Grundstücken der Gemeinde für die Nachzucht von jungen Straßenbäumen und  übergab 2008  über 100 Winterlinden zur Pflanzung an den Bauhof.

Verhinderte Fällung der Eichen

Unvergessen bleibt ihr kämpferischer Einsatz für den Erhalt der alten Eichen an der Rudolf-Breitscheid-Allee Ende der 1990er-Jahre gemeinsam mit Schülern aus dem Einstein-Gymnasium, als deren komplette Fällung verhindert werden konnte. Auch später setzte sie sich immer wieder für den Erhalt alter Straßenbäume ein und organisierte auch Sitzblockaden. So 2006 am Stern, wo sie erst unter Protest von der Polizei weggetragen werden musste.

Auch die Erhaltung bzw. Wiederbelebung des Kinderbauernhofs war ihr ein besonderes Anliegen, der inzwischen ein fester Teil der  aktuellen Planung für das Gutshofgelände ist. Unermüdlich war ihr ständiger Einsatz für die Sicherung der Waldflächen an der Trainierbahn als größtes Neuenhagener Naherholungsgebiet. Bereits Ende der 90er-Jahre war sie maßgeblich an der Verhinderung des Projektes "Horsepark" beteiligt, welches aus der Trainierbahn ein großes Eventgelände machen wollte. Als Gegenentwurf gründete sie den Verein "Greenpark" mit, der sich die dauerhafte Sicherung der Grünflächen als Hauptziel setzte. Ohne  sich von Rückschlägen  abschrecken zu lassen, organisierte sie zur Erreichung dieses Ziels ständig neue Kontakte und Gespräche mit Kreis- und Landesbehörden sowie später auch mit den neuen Eigentümern der Rennbahn Hoppegarten.

In den Jahren 2014 und 2015 war Irmgard Kortkamp mit dem Nabu und dem Verein "Greenpark" Hauptorganisator der Unterschriftensammlung gegen den Verkauf der Trainierbahn. Die BVVG ließ sich jedoch durch die über 5000 Unterschriften nicht mehr umstimmen. Zuletzt galt ihre große Hoffnung  dem Grünordnungsplan für die Trainierbahn, für den sie sich an vielen Stellen in der Gemeinde mit großer Leidenschaft einsetzte.

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